Aortex gewinnt beim Gründergeist 2025

Abgeräumt: Gold und Bronze gehen an Mitglieder von Life Science Nord!

Seit Jahren ist der Gründergeist, veranstaltet von den Wirtschaftsjunioren der Handelskammer Hamburg, einer wichtigsten Startup-Wettbewerbe der Hansestadt. Für viele war ein gutes Abschneiden hier Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Bleibt zu hoffen, dass das auch für die Sieger Aortex und die nächstplatzierten VAARHAFT und TINY Technologies gilt!

Die platzierten und pitchenden Startups zusammen auf der Bühne - mit Aortex (Platz 1), TINY Technologies (Platz 3) und SURFACtoBioTech waren gleich drei spannende Unternehmen aus dem LSN-Netztwerk mit am Start. (Bild: Mathias Jäger/Hamburg Startups)
Die platzierten und pitchenden Startups zusammen auf der Bühne - mit Aortex (Platz 1), TINY Technologies (Platz 3) und SURFACtoBioTech waren gleich drei spannende Unternehmen aus dem LSN-Netztwerk mit am Start. (Bild: Mathias Jäger/Hamburg Startups)

Neue Location, gewohnt hohes Niveau beim Gründergeist 2025

Bereits zum 19. Mal fand in diesem Jahr der Gründergeist statt und der Wettbewerb erfreut sich nach wie vor steigender Beliebtheit. Über 60 Bewerbungen waren eingegangen, die vielversprechendsten sieben Startups bekamen die Chance vor einer Fachjury zu pitchen. Die wählte anschließend die Top 3 aus. Die Gewinnerteams standen intern also schon fest, wussten aber noch nichts von ihrem Glück, als sie wie alle anderen Finalisten die Bühne des bei Gamern beliebten Xperion im MediaMarkt in der Mönckebergstraße betraten – als Location auch für Veteranen der Hamburger Startup-Szene absolutes Neuland.

Nicht neu war dagegen das Niveau der Finalisten, das erwies sich nämlich wie schon so oft beim Gründergeist als sehr hoch. Demensprechend müssen sich die Startups, die auf den Plätzen vier bis sieben landeten, keinesfalls verstecken. So hat ValueGrain bereits mit Dr. Oetker bei einem Pizzateig zusammengearbeitet und will jetzt bei den Hot Dog-Brötchen von Ikea mitmischen. Und das wortwörtlich, denn das Startup entwickelt eine Art flüssiges Mehl aus dem Treber, der bei der Bierproduktion übrigbleibt und bisher kaum genutzt wird. Die Sanierung von Einfamilienhäusern einfacher machen will Renaldo. Eine KI-gestützte Plattform hilft bei der Planung und Umsetzung komplexer Renovierungsarbeiten.

Einen besonders beeindruckenden Pitch lieferte Sodal Kordi. Sie war selbst Opfer häuslicher Gewalt und bietet mit ihrem Startup myProtectify einen KI-Chat namens Maya, der in solchen Fällen Hilfe bietet. Dabei stellte die Gründerin nicht nur den sozialen Aspekt in den Mittelpunkt, sondern betonte auch den wirtschaftlichen Nutzen. Die Verhinderung von Gewalt führt auch zu weniger Arbeitsausfällen, weshalb Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen den Service zur Verfügung stellen sollten. Hamburg hat eine Reihe von Startups, die mit Innovationen aus der Medizin auf sich aufmerksam machen. Eines von ihnen ist SURFACtoBioTech, das eine Technologie entwickelt hat, die Test beispielsweise auf Viren schneller und günstiger macht. Das gelingt durch die Verwendung von Proben, die nur die Größe von Tröpfchen haben.

Bronze und Silber an TINY Technologies und Vaarhaft

Vor allem das kommerzielle Potenzial dürfte TINY Technologies zum dritten Platz verholfen haben. „Wir sind das für Gesundheitsprodukte, was NVIDIA für KI ist“, lautete die selbstbewusste Eigenbeschreibung. Der amerikanische Chiphersteller ist bekanntlich eines der am höchsten bewerteten Unternehmen der Welt. Das Hamburger Startup verspricht Nahrungsergänzungsmittel, die wirklich wirken und hohen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Dank künstlicher Intelligenz kann heutzutage jeder täuschend echte Fotos und Videos erzeugen, die mit der Realität nichts zu tun haben. In vielen Fällen ist das ein ernsthaftes Problem, etwa bei Versicherungsbetrug. VAARHAFT hat eine Software entwickelt, die solche Fälschungen in Sekundenschnelle entlarvt, und damit den zweiten Platz belegt.

Platz 1 für lebensrettende Erfindung von Aortex

Den sympathischsten Pitch des Abends absolvierte Maximilian Dunker von Aortex. Gleich zu Beginn hatte er einen absoluten Hänger, konnte sich aber schnell wieder berappeln und dann erklären, wie sein Startup im Idealfall über 100.000 Menschenleben pro Jahr retten kann. Aneurysmen, gefährliche Erweiterungen der Arterien, gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Eine effektive Behandlung ist aber oft nicht möglich, weil die erforderlichen Gefäßstützen zu groß sind. Aortex hat nun eine Membrantechnologie entwickelt, die einen schmaleren Stentgraft ermöglicht, der auch noch erheblich schneller zu produzieren und besser an individuelle Patientenbedürfnisse anzupassen ist. Der medizinische Nutzen, gepaart mit dem wirtschaftlichen Potenzial überzeugte die Jury: Der Hauptpreis bei Gründergeist 2025 geht an Aortex!

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