AstraZeneca: 400 Mio. Dollar für Wiederaufforstung und biologische Vielfalt

Das Unternehmen investiert, um den Klimaschutz und die menschliche Gesundheit zu unterstützen

AstraZeneca hat eine Investition von 400 Millionen Dollar in sein globales Programm AZ Forest angekündigt. Damit verpflichtet sich das Unternehmen, bis 2030 200 Millionen Bäume zu pflanzen und langfristig zu erhalten. Dazu gehören neue oder erweiterte Projekte in Brasilien, Indien, Vietnam, Ghana und Ruanda, die zu den Klimaschutzmaßnahmen des Unternehmens beitragen, die Natur wiederherstellen, die biologische Vielfalt fördern und die ökologische und kommunale Widerstandsfähigkeit stärken. Weltweit erstrecken sich die Pflanzflächen auf über 100.000 Hektar.

Bis 2030 will AstraZeneca 200 Millionen Bäume pflanzen und erhalten.
Bis 2030 will AstraZeneca 200 Millionen Bäume pflanzen und erhalten.

Die Investition baut auf AstraZenecas ursprünglicher Verpflichtung aus dem Jahr 2020 auf, bis Ende 2025 mehr als 50 Millionen Bäume zu pflanzen und zu erhalten, in Anerkennung der engen Verbindung zwischen gesunden Menschen und einem gesunden Planeten. Die Pflanzung von mehr als 300 Baumarten in Australien, Indonesien, Ghana, Großbritannien, den USA und Frankreich ist bereits weit fortgeschritten und ermöglicht die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und natürlicher Lebensräume. Darüber hinaus wird das erweiterte Programm lokalen Gemeinden zugutekommen und sich positiv auf die Lebensgrundlagen von schätzungsweise 80.000 Menschen auswirken.

AZ Forest ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie Ambition Zero Carbon, die sich auf eine tiefgreifende Dekarbonisierung im Einklang mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens konzentriert, die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Das Unternehmen ist auf dem besten Weg, die Treibhausgasemissionen (THG) aus seinem Geschäftsbetrieb und seiner Fahrzeugflotte bis 2026* um 98 % zu reduzieren und den Fußabdruck der gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 zu halbieren. Das Ziel ist eine absolute Emissionsreduzierung von 90 % sowie Netto-Null-Emissionen entsprechend der Science-Based Targets Initiative bis spätestens 2045†.2 Mit AZ Forest will das Unternehmen ab 2030 verbleibende Emissionen aus der Atmosphäre entfernen.

Pascal Soriot, Chief Executive Officer von AstraZeneca, sagte: „Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt schädigen als parallele Krisen den Planeten und die menschliche Gesundheit. Im Rahmen des AZ Forest arbeiten wir mit lokalen Gemeinden und Ökolog:innen zusammen, um Aufforstung in großem Maßstab zu betreiben, die Artenvielfalt zu fördern und die Lebensgrundlagen zu erhalten. Wir verfolgen einen wissenschaftlich fundierten Ansatz, mit dem wir über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren rund 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen.“

AZ Forest-Projekte werden gemeinsam mit Pflanzungsexpert:innen, lokalen Gemeinschaften und Regierungen entwickelt, um die Wiederherstellung natürlicher Wälder und die Agroforstwirtschaft zu fördern und gleichzeitig neue Fähigkeiten und Arbeitsplätze zu schaffen, bedrohte und gefährdete Arten zu schützen und die öffentliche Gesundheit zu verbessern. Die Projekte werden von weltweit führenden Partner:innen und unabhängigen Expert:innen, darunter das European Forest Institute (EFI), geprüft und bewertet.

Marc Palahí, Vorsitzender der Circular Bioeconomy Alliance (CBA), sagte: „Wälder spielen eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels, beherbergen die biologische Vielfalt und treiben eine zirkuläre Bioökonomie an, die im Einklang mit der Natur gedeiht. Wälder und Bäume sind das Rückgrat des Lebens auf unserem Planeten und die Grundlage für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen. Durch die Gestaltung und Umsetzung von öffentlich-privaten Partnerschaften wie AZ Forest, die auf einem wissenschaftlich fundierten und prinzipiengeleiteten Ansatz beruhen, können wir die Auswirkungen des Klimawandels abmildern und einen wirtschaftlichen und sozialen Mehrwert für die lokalen Gemeinden schaffen.“

Im Rahmen des Engagements für die Wiederaufforstung hat AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der EFI und der CBA ein erstes wissenschaftlich fundiertes Rahmenwerk für eine nachhaltige, widerstandsfähige und lokal angepasste Landschaftsregeneration veröffentlicht. Die CBA Principles for Regenerative Landscapes werden zirkuläre Bioökonomie-Wertschöpfungsketten ermöglichen und die biologische Vielfalt wiederherstellen.

AZ Forest trägt zur 1t.org Initiative des Weltwirtschaftsforums bei, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zur Erhaltung, Wiederherstellung und Anpflanzung von einer Billion Bäumen bis 2030.

Über AZ Forest

AZ Forest ist die Verpflichtung von AstraZeneca, bis 2030 200 Millionen Bäume zu pflanzen und zu erhalten, in Zusammenarbeit mit Expert:innen und lokalen Gemeinden. Die Waldprojekte von AZ unterstützen die Gesundheit des Planeten und der Menschen mit erheblichen sozioökonomischen Vorteilen und sind Teil der wissenschaftlich fundierten Netto-Null-Strategie von AstraZeneca, der Ambition Zero Carbon.

Aufbauend auf laufende Projekten in Australien, Indonesien, Ghana, Großbritannien, den USA und Frankreich umfasst die Expansion von AZ Forest neue und erweiterte Projekte in Afrika, Asien und Südamerika:

  • Brasilien: Im Rahmen einer neuen 30-jährigen Partnerschaft zwischen AZ Forest, Biofílica Ambipar und dem Instituto de Pesquisas Ecológicas (IPE) mit dem Namen „Corridors for Life“ werden 12 Millionen Bäume im Atlantischen Wald gepflanzt, wobei in jedem Projektgebiet über 100 einheimische Arten vorgesehen sind. Durch die Schaffung ökologischer Korridore zwischen zersplitterten Waldgebieten im Westen des Staates São Paulo, wird dieses Programm einen wichtigen Lebensraum für gefährdete und bedrohte Arten schaffen.
  • Indien: Im Rahmen einer neuen, auf 30 Jahre angelegten AZ Forest-Partnerschaft mit Earthbanc und lokalen Umsetzungspartner:innen im Bundesstaat Meghalaya im Nordosten Indiens werden schätzungsweise 64 Millionen Bäume gepflanzt, wobei der Schwerpunkt auf einer vielfältigen Mischung von Arten liegt. Das Projekt wird voraussichtlich das größte der CBA’s “Living Labs for Nature, People and Planet”. Es wird die Natur in diesem Hotspot degradierter Biodiversität wiederherstellen und gleichzeitig den Lebensunterhalt der Landwirt:innen sichern.
  • Ghana: Im Rahmen einer Erweiterung des bestehenden AZ Forest-Programms in Ghana mit der CBA, New Generation Plantation Technical Assistance (NGPTA) und anderen Partner:innen werden weitere 2,2 Millionen Bäume gepflanzt, so dass sich die Gesamtzahl der überlebenden Bäume auf 4,7 Millionen erhöht. Außerdem werden 8.000 Hektar degradierter Flächen in den Distrikten Atebubu-Amantin und Sene West in Zentralghana wiederhergestellt. Dieses von der Gemeinschaft geführte Programm, das Teil eines Netzwerks von „Living Labs“ ist, soll die Wiederherstellung von Wäldern, die Agroforstwirtschaft, die biologische Vielfalt und naturbasierte Geschäftsmodelle für Kleinbauern fördern.
  • Ruanda: AstraZeneca hat Mittel für die Pilotphase eines Agroforstprojekts mit Kleinbäuer:innen bereitgestellt, um die Entwicklung eines neuen 30-jährigen Projekts in Partnerschaft mit der Albertine Rift Conservation Society (ARCOS) und Reforest'Action zu beschleunigen. Im Rahmen des Projekts werden mehr als 5,8 Millionen Bäume gepflanzt, wobei der Schwerpunkt auf der Agroforstwirtschaft und der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen liegt, die den lokalen Gemeinschaften zugutekommen und ihre Lebensbedingungen verbessern werden. Das „MuLaKiLa“-Projekt soll ein weiteres „Living Lab“ sein und wird mehr als 30.000 bäuerlichen Haushalten bei einer der größten Waldwiederherstellungsinitiativen in Ruanda helfen.
  • Vietnam: AstraZeneca hat sich verpflichtet, 22,5 Millionen Bäume auf mindestens 30.500 Hektar zu pflanzen, um die Wälder und Landschaften Vietnams wiederherzustellen. Diese neue Investition wird es der biologischen Vielfalt ermöglichen, zu gedeihen, mehr als 17.000 Kleinbäuer:innen eine nachhaltige Lebensgrundlage zu bieten, die Ernährung zu verbessern und Boden und Wasser zu erhalten.
  • Weitere Projekte sind in der Entwicklung.

Die Waldprojekte von AZ unterstützen die Gesundheit des Planeten und der Menschen mit bedeutenden sozioökonomischen Vorteilen als Teil der wissenschaftlich fundierten Netto-Null-Strategie von AstraZeneca, Ambition Zero Carbon. Bis Ende 2022 wurden trotz einer weltweiten Pandemie über 10,5 Millionen Bäume gepflanzt:

  • Australien: In Zusammenarbeit mit Greening Australia und One Tree Planted wurden mehr als vier Millionen Bäume gepflanzt (Gesamtprogramm von 25 Millionen), darunter 260 einheimische Baumarten, die gefährdete und bedrohte Tierarten unterstützen.
  • Indonesien: In Zusammenarbeit mit One Tree Planted und Trees4Trees wurden mehr als drei Millionen Bäume gepflanzt, und mehr als 13.000 Landwirt:innen haben sich für Agroforstaktivitäten im Jahr 2022 entschieden.
  • Ghana: Über eine Million Bäume wurden gepflanzt. Ursprünglich sollten drei Millionen Bäume gepflanzt werden, um die ökologische und kommunale Widerstandsfähigkeit durch das von der Gemeinde geführte Projekt „Living Lab“ in Partnerschaft mit CBA zu fördern.
  • Frankreich: AstraZeneca hat 450 seltene Eichen, die durch die verheerenden Stürme von 1990 und 1999 verloren gegangen sind, im Schloss von Versailles neu gepflanzt. Die Eichen bieten einen natürlichen Lebensraum für Schmetterlinge, Vögel, Pilze und Säugetiere, fördern die Artenvielfalt und bringen wieder Leben in die ikonischen Gärten von Versailles.
  • Vereinigtes Königreich: Mehr als 470.000 Bäume wurden in Schottland und England in Zusammenarbeit mit Forestry England und Borders Forest Trust Scotland gepflanzt, um hochwertige Waldgebiete zu schaffen, die zusätzlichen Grünraum zur Förderung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens bieten.
  • USA: Bis heute wurden mehr als 100.000 Bäume gepflanzt und in Zusammenarbeit mit der National Fish and Wildlife Foundation mehr als 100 Kilometer Flussuferwald wiederhergestellt.

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V.l.n.r.: Dr. Julian Witte, Geschäftsführer bei Vandage, Alena Zeitler, Korrespondierende Autorin, Vandage, Tessa Wolf, Senior Director Government & Policy Affairs, AstraZeneca Deutschland, Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld und wissenschaftlicher Berater des Projektes (Bild: © AstraZeneca)

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