Bundestagsabgeordnete besuchen DESY

Ayşe Asar, Linda Heitmann und Dr. Andrea Lübcke lernten die Forschungsinfrastruktur vor Ort kennen

Während der parlamentarischen Sommerpause nahmen sich die Bundestagsabgeordneten Ayşe Asar, Linda Heitmann und Dr. Andrea Lübcke Zeit, Forschungsinfrastruktur vor Ort kennenzulernen. Am 1. September besuchten sie das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, und erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, große Forschungsanlagen und das Innovationsökosystem auf dem DESY-Campus.

Bundestagsabgeordnete zu Besuch bei DESY: Auf dem Campus informierten sie sich über aktuelle Forschung, Forschungsinfrastruktur und Innovation. (Foto: DESY, Florian Steinkröger)
Bundestagsabgeordnete zu Besuch bei DESY: Auf dem Campus informierten sie sich über aktuelle Forschung, Forschungsinfrastruktur und Innovation. (Foto: DESY, Florian Steinkröger)

Wie funktioniert moderne Forschungsinfrastruktur – und was braucht es, damit Deutschland auch in Zukunft ein leistungsfähiger Standort für Forschung und Innovation bleibt? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Bundestagsabgeordneten Ayşe Asar, Linda Heitmann und Dr. Andrea Lübcke bei ihrem Besuch bei DESY. Im Austausch mit Mitgliedern des DESY-Direktoriums und Forschenden lernten sie am 1. September verschiedene Bereiche des Hamburger Forschungscampus kennen und kamen mit den Forschenden ins Gespräch.

Auf dem Programm standen dabei sowohl aktuelle Forschung als auch der Blick auf die nächste Generation von Forschungsinfrastrukturen. Bei der Vorstellung von DESY ging es unter anderem um PETRA IV, die geplante 4D-Röntgenlichtquelle, sowie um DESYs Beiträge zur Hightech Agenda Deutschland.

Welche Rolle Forschungsinfrastruktur für Innovationen spielt, lässt sich bei mehreren Stationen auf dem DESY-Campus unmittelbar erleben. In der Detector Assembly Facility (DAF) bekamen die Abgeordneten Einblicke in die Arbeit an Detektoren, die unter anderem für Experimente am CERN entwickelt und gebaut werden. Im Innovation Village und Makerspace lernten sie das DESY-Innovationsökosystem kennen und erfuhren, wie wissenschaftliche Ideen den Weg in technologische Anwendungen finden. Damit wurde sichtbar, dass Forschungsinfrastruktur nicht nur Orte für Experimente schafft, sondern auch neue Technologien und Kooperationen hervorbringen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Forschung an dem Beschleunigerring PETRA III. Die Besucherinnen besichtigten eine Experimentierstation an der P11-Beamline, an der unter anderem zu Fragestellungen der Gesundheitsforschung gearbeitet wird. Anschließend ging es durch den Beschleunigertunnel: Auf einer Länge von 2,3 Kilometern bekamen die Abgeordneten einen Eindruck davon, wie viel Forschungsinfrastruktur in einer solchen Anlage steckt. Ein solcher Rundgang ist nur möglich, wenn der Beschleunigerring nicht in Betrieb ist.

„Bei DESY arbeiten Menschen aus aller Welt gemeinsam daran, die grundlegenden Fragen der Natur zu erforschen und aus neuen Erkenntnissen Technologien und Innovationen für unsere Gesellschaft zu entwickeln. Beides ist entscheidend für eine gute Zukunft Deutschlands und Europas. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn Abgeordnete die Gelegenheit nutzen, DESY, die Menschen, die hier arbeiten, und unsere vielseitige Forschung aus erster Hand kennenzulernen“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. Beate Heinemann, Vorsitzende des DESY-Direktoriums. „Bei unserer Campustour konnten wir unmittelbar zeigen, welches Potenzial Forschungsinfrastrukturen wie PETRA III und künftig PETRA IV für die Hightech Agenda Deutschland, für Innovation und für die Gesellschaft insgesamt eröffnen. Zugleich haben wir darüber diskutiert, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und aller Welt auch künftig hier forschen wollen und Deutschland ein attraktiver und international wettbewerbsfähiger Forschungsstandort bleibt. Vielen Dank für den anregenden Austausch!“

Als Physikerin zeigte sich Dr. Andrea Lübcke besonders beeindruckt von der Dimension und Leistungsfähigkeit der Forschungsanlagen: „Wenn man sich überlegt, welche Experimente dort ablaufen, ist das wirklich beeindruckend – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Technik, die wir heute gesehen haben, künftig durch eine noch leistungsfähigere ersetzt werden soll“, sagte die Bundestagsabgeordnete nach dem Besuch des PETRA III-Tunnels. Auch die geplante Weiterentwicklung zu PETRA IV sieht sie als wichtigen Schritt: „Ich glaube, das wäre extrem wichtig, weil wir damit hier in Hamburg Spitzenforschung betreiben und auch Unternehmen Zugang zu dieser Forschungsinfrastruktur ermöglichen können.“

Den Abschluss des Rundgangs bildete das DESYUM. Das neue Besuchszentrum steht kurz vor seiner Eröffnung und soll künftig Gästen einen Zugang zu den Forschungswelten von DESY ermöglichen. Der Besuch der Bundestagsabgeordneten verbindet damit unterschiedliche Perspektiven auf Forschung: von der internationalen Spitzenforschung und großen Infrastrukturen über Innovation und Technologietransfer bis hin zu Bildung und Nachwuchs.

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