Das Herz sicher im Blick: UKSH-Kardiologen setzen innovativen Herzmonitor ein

In der Klinik für Innere Medizin II (Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin, Direktion Prof. Dr. Holger Thiele) am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) kommt jetzt eine neue Generation von Herzmonitoren zum Einsatz. Der sogenannte BioMonitor 2 erkennt selbstständig Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus. Das Gerät verfügt über eine große Aufzeichnungskapazität und ist in der Lage, täglich bis zu sechs EKG-Sequenzen per Home Monitoring an den behandelnden Arzt zu übertragen. "Dank der präzisen Erfassung der Daten durch den Monitor habe ich das Herz meiner Patienten jetzt sicher im Blick", freut sich Privatdozent Dr. Roland Tilz, Leiter der Rhythmologie in der Klinik, die Teil des Universitären Herzzentrums Lübeck ist. Herzrhythmusstörungen erhöhen das Risiko für Schlaganfall und Herzinsuffizienz. Sie treten aber häufig nur sporadisch auf oder werden vom Patienten gar nicht bemerkt. Mit dem neuen Monitor können sie sicher nachgewiesen werden. "Das Gerät bietet uns die Chance, klinisch relevante Ereignisse früher zu erkennen und entsprechend schneller mit der Therapie zu beginnen", betont Dr. Tilz. Der Biomonitor wurde für das Langzeitmonitoring von Herzpatienten entwickelt. Er kommt für verschiedene Patientengruppen in Frage. Bei Patienten mit Kreislaufkollaps (Synkope) kann mithilfe des Geräts überprüft werden, ob Herzrhythmusstörungen vorlagen. Auch Patienten mit einem zu langsamen Herzschlag (Bradykardie) oder Herzrasen (Tachykardie) profitieren vom Einsatz des Biomonitors. "Eine große Patientengruppe ist diejenige, die einen Schlaganfall mit unklarer Ursache erlitten hat", erläutert Dr. Tilz. "Häufig ist Vorhofflimmern der Auslöser für einen Schlaganfall. Das können wir nun mit dem Herzmonitor entdecken und das Risiko für einen erneuten Schlaganfall künftig reduzieren". Das Einsetzen des Herzmonitors ist unproblematisch. Es erfolgt unter lokaler Betäubung und dauert nur knapp zwei Minuten. Das Gerät wird in Herznähe unter die Haut geschoben und ist für den Patienten kaum spürbar. Automatisch sendet es die aufgezeichneten Daten an den Arzt, der eine mögliche Verschlechterung des Gesundheitszustands am Bildschirm schnell erkennen kann. Das Universitäre Herzzentrum Lübeck bietet das gesamte Spektrum diagnostischer und therapeutischer Verfahren der modernen Herzmedizin an. Erfahrene Herzspezialisten behandeln von Durchblutungsstörungen am Herzen über Herzrhythmus- und Herzklappenerkrankungen bis hin zu Herzmuskelschwäche und angeborenen Herzfehlern bei Erwachsenen alle Erkrankungen des Herzens und seiner Gefäße. Ab November gibt es im Herzzentrum einmal pro Monat eine offene Rhyhthmussprechstunde. Kontakt und Patientenanmeldung: Universitäres Herzzentrum Lübeck, Tel.: 0451 500-4477 Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Universitäres Herzzentrum Lübeck, Klinik für Innere Medizin II
PD Dr. Roland Tilz, Tel.: 0451 500-4936

Weitere News

Forscherin blickt auf die extrem vergrößerte Darstellung eines Krankheitserregers
Die Teilnehmenden der Studie wurden mit einem fünfminütigen Krankheitsvideo konfrontiert, das Menschen mit verschiedenen für COVID-19 typischen respiratorischen Symptomen (z. B. Niesen oder Husten) zeigte. (Bild: Stefanie Herrmann, Kaktuzoid - adobe stock; Composing: Lesprenger (Fotomontage für Norgenta))

Hinschauen erwünscht! Studie zu COVID-19

Testpersonen, welche Videos von Menschen mit COVID-19-typischen Symptomen ansehen, produzieren mehr sekretorisches Immunglobulin A gegen das Spike-Protein des Coronavirus. Das ist das Ergebnis einer Studie ...

Weiterlesen …
Bild: © Alterfalter – stock.adobe.com

EU-Kommission legt Vorschlag zum MDR-Moratorium vor

Wie angekündigt, hat die Europäische Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Vorschlag zum Aufschub des Geltungsbeginns für die Medical Device Regulation (EU 2017/745) ...

Weiterlesen …
Sarah Niemann von Life Science Nord (2. v. l.) und weitere Vertreter*innen der Arbeitsgrupenmitglieder bei der Vertragsunterzeichnung auf der MEDICA 2021 (Bild: ©Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI))

Den Deutsch-Chinesischen-Austausch aktiv fördern

Es ist ein Meilenstein in der Deutsch-Chinesischen-Zusammen­arbeit: Ein über rund zwei Jahre vorbereitetes Vorhaben zur Kooperation zwischen deutschen Akteuren und Partnern aus dem Life-Science-Sektor im ...

Weiterlesen …