Evotec wird die Entwicklung der Pipeline im Bereich Infektionskrankheiten voranbringen und neue Open Innovation-Forschungsinitiativen im Bereich Antiinfektiva initiieren. Zukünftig wird Evotec offene Kooperationen mit weiteren Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Stiftungen, akademischen Einrichtungen und staatlichen Stellen eingehen, um die Forschung im Bereich Infektionskrankheiten weiter zu beschleunigen. Der initiale Fokus wird auf Antibiotikaresistenzen, Infektionen hervorgerufen durch sogenannte ‚Superbugs‘, Tuberkulose, Malaria und der Entwicklung neuer antiviraler Therapien mit neuen Wirkungsmechanismen liegen.
Dr. Werner Lanthaler, Chief Executive Officer von Evotec, sagte: „Nach Abschluss dieser Transaktion verfügt Evotec mit ca. 180 Wissenschaftlern über die weltweit größte und hochwertigste Präsenz im Bereich der translationalen Erforschung von Infektionskrankheiten. Wir heißen die Sanofi-Mitarbeiter herzlich bei Evotec willkommen und freuen uns auf die gemeinsame, sehr wichtige Mission. Zusammen sind wir sehr gut positioniert, um zum global bevorzugten Partner in der Wirkstoffforschung und entwicklung in diesem wichtigen therapeutischen Bereich zu werden. Wir laden weitere Unternehmen, akademische Einrichtungen, Regierungen und Stiftungen weltweit ein, gemeinsam mit uns neue Antiinfektiva zur Marktreife voranzubringen.“
Im Rahmen der Vereinbarung wird Sanofi eine Vorabzahlung von 60 Mio. € entrichten sowie eine zusätzliche, signifikante langfristige finanzielle Unterstützung leisten, um den Fortschritt des hochinnovativen Antiinfektiva-Portfolios sicherzustellen. Sanofi behält bestimmte Optionsrechte an der Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung der Antiinfektiva-Projekte, die aus den lizenzierten Produkten hervorgehen. Im Rahmen der Transaktion wird Evotec 100 weitere hochqualifizierte Mitarbeiter in ihren globalen Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsgeschäftsbetrieb integrieren. Aus den von Sanofi transferierten Positionen resultieren bestimmte langfristige Verpflichtungen hinsichtlich der Beschäftigung. Evotec wird den Geschäftsbetrieb in Lyon fortführen und dabei von der dort vorherrschenden wissenschaftlichen und medizinischen Expertise profitieren.
Das Betriebsergebnis sowie die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden infolge dieser Transaktion erhöht und das bereinigte EBITDA von Evotec wird in den nächsten fünf Jahren positiv beeinflusst.
Quelle: Pressemitteilung der Evotec AG vom 18.06.18
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