Mut für die Zukunft machen dennoch mehrere Indikatoren: Zum einen bauten die Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter um drei Prozent auf 9.920 aus. Zum anderen stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) um vier Prozent auf 803 Millionen Euro. Und auch das Interesse prominenter Investoren wie Bill Gates oder Dietmar Hopp könnte einen Schub geben.
Der Umsatzrückgang von insgesamt drei Prozent fiel zwar etwas schwächer aus als im Vorjahr (minus sieben Prozent); er betrifft – im Gegensatz zum Vorjahr – aber die börsennotierten Gesellschaften mit einem Minus von elf Prozent besonders stark. Gerade sie scheinen aber positiv in die Zukunft zu blicken: Sie steigerten ihre F&E-Ausgaben um 18 Prozent auf 133 Millionen Euro, während die privaten Unternehmen sie nur um zwei Prozent auf 670 Millionen Euro anhoben.
Die Zahl der Neugründungen nimmt seit 2010 beständig ab und hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand erreicht. Gerade einmal zehn neue Firmen kamen hinzu. 2010 wurden noch 34 neue Unternehmen gegründet. Bemerkenswert ist dabei, dass in den vergangenen beiden Jahren mit 60 Prozent die Mehrzahl der neu gegründeten Unternehmen ausgerechnet auf dem risikoreichsten Sektor, der Medikamentenentwicklung, tätig ist. Mit weitem Abstand folgen die Hersteller biotechnischer Werkzeuge wie Gensonden oder Sequenzierenzyme (13 Prozent). Die Hotspots für Neugründungen waren in den vergangenen beiden Jahren vor allem München (sieben), die Rhein-Neckar-Region (fünf) sowie Köln/Bonn und Berlin (jeweils vier).
Immerhin: Auch die Zahl der Insolvenzen ist im zweiten Jahr in Folge gesunken und betrug nach 17 Insolvenzen 2012 und 13 Insolvenzen 2013 noch elf Firmenpleiten.
Das sind Ergebnisse des 15. deutschen Biotechnologie-Reports der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).
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