Förderung der Produktion von Antigen-Tests

Die Bundesregierung will Investitionen in Produktionsanlagen für Point-of-Care-(PoC)-Antigen-Tests in Deutschland fördern. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) werden zeitnah gemeinsam eine entsprechende Förderrichtlinie erstellen.

Foto: © Adobe Stock/Celso Pupo

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier „Mit Antigen-Tests können wir schnell und einfach sagen, ob eine Person infektiös ist oder nicht. Wir müssen davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Antigen-Tests weiter erheblich steigt. Mit dem Förderprogramm werden wir Investitionen in innovative Anlagen und Produkte unterstützen, um wettbewerbsfähige Produktionen von Antigen-Tests in Deutschland aufzubauen. So tragen wir zur erfolgreichen Bekämpfung der Corona-Pandemie bei, sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und werden insgesamt unabhängiger von Lieferketten.“

Bundesgesundheitsminster Jens Spahn: „Bei Schnelltests muss sich das deutsche Gesundheitswesen auf die heimische Wirtschaft verlassen können. Da die Nachfrage rasant steigt, fördern wir jetzt auch hier den weiteren Aufbau der inländischen Produktion. In einem so sensiblen Bereich wie Gesundheit brauchen wir mehr Unabhängigkeit vom asiatischen Markt.“

Das Programm soll Unternehmen unterstützen, die in Produktionskapazitäten für geeignete PoC-Antigen-Tests investieren. Dabei sollen auch Anreize für Innovationen gesetzt werden. Die vorgesehenen Fördermittel in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte vom BMWi und vom BMG zur Verfügung gestellt.

PoC-Antigen-Tests sind einfach anwendbar, kostengünstig und liefern innerhalb von ca. 15 Minuten ein Ergebnis. Sie müssen nicht im Labor bearbeitet werden. Die am 15. Oktober 2020 in Kraft getretene Coronavirus-Testverordnung (TestV) regelt den breiten Einsatz von PoC-Antigen-Tests im Gesundheitswesen. Diese Anpassung der Nationalen Teststrategie wird zu einer erheblichen Steigerung der Nachfrage nach PoC-Antigen-Tests führen.

Weitere News

Flaggenmotiv mit Dräger-Fahne © Drägerwerk AG & Co. KGaA

Dräger gewinnt FFP-Maskenauftrag der US-Regierung

Dräger hat einen Regierungsauftrag der USA zur Lieferung von Atemschutzmasken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erhalten. ...

Weiterlesen …

Just–Evotec: Auftrag vom US-Verteidigungs­ministerium

Evotec SE gab heute bekannt, dass ihre in Seattle, USA ansässige Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics, Inc. vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium („DOD“) einen Auftrag in Höhe ...

Weiterlesen …
Der Vergleich der Polyproteinverarbeitung in vier menschlichen Coronaviren ergab unterschiedliche und gemeinsame Merkmale wie die verzögerte Spaltung zwischen nsp7 und nsp8.
Der Vergleich der Polyproteinverarbeitung in vier menschlichen Coronaviren ergab unterschiedliche und gemeinsame Merkmale wie die verzögerte Spaltung zwischen nsp7 und nsp8. AlphaFold3-Modelle (hier SARS-CoV-2 nsp7-11) zeigten, dass diese Spaltstelle eine Helix bilden kann. Die Methyltransferase nsp16 bindet nsp10 je nach Virus bereits vor der Freisetzung aus dem Polyprotein. (Bild: Kira Schamoni-Kast)

Neue Einblicke in die Mechanismen der menschlichen Coronaviren

Wissenschaftler:innen haben neue Informationen darüber entdeckt, wie Coronaviren sich in menschlichen Zellen vermehren. Sie untersuchten, wie das Virus lange Proteinketten in kleinere Teile zerlegt, die ...

Weiterlesen …