Universität zu Lübeck startet Lehrprojekt „Life Labs“

Mit dem Start des Lehrprojekts „Life Labs. Lablets für interdisziplinäre und forschungsnahe Lehre“ stärkt die Universität zu Lübeck das forschungsnahe Lernen durch die Einbindung hochmoderner Forschungslabore in die Lehre. Es setzt neue Impulse für die Lehre und soll Studierende früh für Forschung und wissenschaftliches Arbeiten begeistern.

Über "LifeLabs" erhalten Studierende die Möglichkeit, Forschung dort zu erleben, wo sie entsteht, und modernste Technologien aus erster Hand kennenzulernen. (Foto: Guido Kollmeier/Universität zu Lübeck)
Über "LifeLabs" erhalten Studierende die Möglichkeit, Forschung dort zu erleben, wo sie entsteht, und modernste Technologien aus erster Hand kennenzulernen. (Foto: Guido Kollmeier/Universität zu Lübeck)

Zugleich fördert es die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Studiengängen der Gesundheitswissenschaften, Medizin und den MINT-Fächern. Das hochschulübergreifende Projekt wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre mit bis zu 5,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren gefördert.

Forschung erleben, wo sie entsteht

Hierfür werden auf dem Lübecker Campus fünf hochmoderne Forschungslabore der Universität zu Lübeck und des Fraunhofer-Instituts IMTE für die Lehre geöffnet. Studierende erhalten die Möglichkeit, Forschung dort zu erleben, wo sie entsteht, und modernste Technologien aus erster Hand kennenzulernen. Dazu gehören unter anderem Anwendungen der Roboterchirurgie sowie KI-gestützte medizinische Diagnostik.

Lablets bringen Forschung in die Lehre

Im Mittelpunkt von Life Labs stehen sogenannte Lablets – Lerneinheiten, die Forschung und Studium miteinander verbinden. Hier arbeiten Studierende praxisnah mit Zukunftstechnologien wie Robotik, Virtueller Realität und Künstlicher Intelligenz, lernen moderne Forschungsmethoden kennen und bearbeiten wissenschaftliche Fragestellungen gemeinsam mit Studierenden anderer Fachrichtungen. Die Lablets werden in bestehende Lehrveranstaltungen integriert und verbinden Inhalte aus den Gesundheitswissenschaften, der Medizin und den MINT-Fächern. Ergänzt werden die neuen Lehrformate durch Querschnittsthemen wie Ethik und Studierendengesundheit sowie durch ein neu eingerichtetes Medienlabor.

Kompetenzen für die Forschung von morgen

Die Lablets vermitteln den Studierenden wertvolle praktische Erfahrungen im Forschungsalltag und stärken ihre fachlichen, methodischen und interdisziplinären Kompetenzen. Der frühe Kontakt mit modernen Forschungstechnologien bereitet sie gezielt auf wissenschaftliches Arbeiten sowie auf die Anforderungen einer zunehmend vernetzten Gesundheitsversorgung vor.

Life Labs wird von Mitarbeitenden aus neun Instituten und Einrichtungen der Universität zu Lübeck in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut IMTE und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) umgesetzt.

Weitere News

Im Projekt „NeuroMetalle“ kombinieren die Partner GEOMAR und die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ihre jeweilige Expertise in optimaler Weise.
Im Projekt „NeuroMetalle“ kombinieren die Partner GEOMAR und die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ihre jeweilige Expertise in optimaler Weise. (Grafik: BlueHealthTech)

BlueHealthTech: Projekt "NeuroMetalle" erreicht alle Meilensteine

Nach zwölf Monaten intensiver Forschungstätigkeit präsentierte das BlueHealthTech-Projekt „NeuroMetalle“ am 15. Februar 2024 seine bisherigen Fortschritte. An dem Jahrestreffen nahmen neben den Projektbeteiligten der Bündniskoordinator ...

Weiterlesen …
Immunreaktionen an der Darmschleimhautbarriere spielen eine Schlüsselrolle bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Hier dargestellt ist die Interaktion von T-Lymphozyten mit Antigen-HLA-Komplex und antigenpräsentierender Zelle. (Bild: © Andre Franke/Renate Nikolaus, Uni Kiel)

Immunreaktionen bei CED

Chronisch-entzündliche Darmer­krankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind schubweise auftretende Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, die mit Bauchschmerzen, Durchfällen und einer starken Beein­trächtigung der Lebens­qualität ...

Weiterlesen …
Sabine Prigge, MTAs des ALL-BFM-Studienzentrums bei ihrer Arbeit: Jährlich werden im Speziallabor in Kiel hunderte Leukämieproben von Kindern aus ganz Deutschland mikroskopisch und molekular untersucht.
Sabine Prigge, MTAs des ALL-BFM-Studienzentrums bei ihrer Arbeit: Jährlich werden im Speziallabor in Kiel hunderte Leukämieproben von Kindern aus ganz Deutschland mikroskopisch und molekular untersucht. Nur ein Beispiel für die Förderung von Forschungsprojekten mit Drittmitteln am UKSH - in diesem Fall gefördert von der Deutschen Krebshilfe (Bild: UKSH)

UKSH: Erneuter Rekord bei Drittmitteleinnahmen

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Sektion Medizin der

Weiterlesen …