„Wir haben uns jetzt zu einer Doppelspitze entschieden, da ich in zwei Jahren altersbedingt ausscheiden werde und wir die Kontinuität in der Institutsleitung sicherstellen wollen“, erklärt Prof. Benecke diesen Schritt. „Herr Dr. Müller-Groeling hat sich auch bereit erklärt, die Geschäftsführung zu übernehmen.“
Für seine Tätigkeit in der ISIT-Institutsleitung bringt Dr. Axel Müller-Groeling vielfältige Erfahrungen als Wissenschaftler, als Unternehmensberater, als Gründer und aus der Geschäftsführung in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen mit.
Dr. Axel Müller-Groeling ist Physiker, hat an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Physik studiert. Promoviert hat er an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und dem dortigen Max-Planck-Institut für Kernphysik. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Tätigkeiten als Postdoc in Berlin, Toronto und Paris hat er schließlich 1997 in Heidelberg auch habilitiert.
1998 verließ er seine Laufbahn im Wissenschaftsbetrieb und heuerte als Unternehmensberater bei McKinsey & Company in Berlin und Hamburg an. Dort hat er bis 2005 zahlreiche umfangreiche Projekte bei großen Industrieunternehmen geführt, wie etwa Versorgungsunternehmen oder Banken in ganz Europa. Die Beratungsprojekte zielten vor allem auf die Unternehmensstrategien, das Risiko-Management und die Integration nach Fusionen.
Ab 2005 hat Dr. Axel Müller-Groeling die Centrosolar, ein börsennotiertes Solarunternehmen aufgebaut, das 2010 etwa 1000 Mitarbeiter hatte, bei einem Umsatz von 400 Millionen Euro. Als Vorstand zeichnete er für Strategie und die operative Führung des Gesamtkonzerns verantwortlich. Infolge der Solarkrise stellte Centrosolar 2013 / 2014 den Betrieb in Europa ein. Bei der Centrosolar America Inc., dem amerikanischen Ableger, ist er bis heute als Aufsichtsrat aktiv.
Dr. Axel Müller-Groeling freut sich auf seine neue Aufgabe am Fraunhofer ISIT: „Ich möchte das ISIT thematisch und organisatorisch für die kommenden 10 Jahre weiter stärken, damit das Institut auch in der Zukunft seinem Anspruch als führende Forschungseinrichtung für Mikrosystemtechnik und Leistungselektronik gerecht wird. Wir werden das Institut so aufstellen, dass es der Industrie auch weiterhin ein wichtiger Impulsgeber für die Technik von Morgen bleibt.“
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