HHSurv endet nach 16.000 SARS-CoV-2-Proben

Projektende der Molekularen Surveillance von SARS-CoV-2-Virusvarianten in Hamburg

Die gemeinschaftliche Überwachung von SARS-CoV-2-Varianten in Hamburg, die Hamburg Surveillance Plattform (HHSuRV), ist nach über zwei Jahren Ende März ausgelaufen. Seit Februar 2021 haben das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Leibniz-Institut für Virologie (LIV) wöchentlich rund 200 viruspositive Proben stichprobenartig aus allen Stadteilen Hamburgs sequenziert.

Forscherin Prof. Dr. Nicole Fischer steht in einem Labor neben diversen Laborgerätschaften.
Prof. Dr. Nicole Fischer, Forschungsgruppenleiterin für Diagnostische und Molekulare Virologie im UKE (Bild: © UKE)

Mit den rund 16.000 Sequenzen wurden die Entwicklung von SARS-CoV-2 Varianten nahezu in Echtzeit dokumentiert und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Ziel des Projekts war es, die genetische Vielfalt und Entwicklung des Corona-Virus in der Metropolregion zu überwachen und neu auftretende Varianten, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen könnten, zu identifizieren. UKE und LIV haben in mehr als 100 Lageberichten wöchentlich die Entwicklung der Varianten in Hamburg dokumentiert. Dies war insbesondere mit Ausbreitung der Alpha-Variante im Januar 2021 und der Delta-Variante im Sommer/Herbst 2021 und der damit unter anderem einhergehenden hohen Hospitalisierungsrate von COVID-19-Patient:innen von großer Bedeutung. Durch das gemeinschaftliche Projekt wurden die verschiedenen Verbreitungswellen der Virusvarianten in Hamburg abgebildet und bewertet, darunter auch die schnelle Ausbreitung der verschiedenen Omikron-Varianten, die seit November 2021 vorherrschend sind. Aufgrund der veränderten Infektionslage und einer erhöhten Immunität in der Bevölkerung ist HHSurV nun zum 31. März ausgelaufen.

„Das Projekt hat wertvolle, detaillierte Erkenntnisse über die Ausbreitung des Corona-Virus im Hamburger Stadtgebiet und dessen Umgebung geliefert. Mit der Überwachung der SARS-CoV-2-Varianten, sozusagen von Alpha bis Omikron, konnten wir öffentliche Gesundheitsinstitutionen bei der Entscheidung über Schutzmaßnahmen unterstützen“, so Prof. Dr. Martin Aepfelbacher, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des UKE.

„Dank dieses Projekts waren wir in der Lage, die Entwicklung des Virus in Echtzeit für Hamburg zu verfolgen und Situationsberichte zur Ausbreitung von Varianten zu erstellen. Wir konnten durch das Projekt die Molekulare Surveillance in Hamburg wesentlich stärken. Dadurch werden wir in Zukunft noch besser auf ähnliche Infektionsausbrüche vorbereitet sein“, so Prof. Dr. Nicole Fischer, Forschungsgruppenleiterin für Diagnostische und Molekulare Virologie im UKE.

Auch nach Abschluss dieses Überwachungsprojektes bleiben die beteiligten Partner-Institute des UKE und LIV im Austausch zur molekularen Überwachung von Infektionserregern in Hamburg und fungieren so weiterhin als wichtige Schnittstellen zwischen Forschung, Gesundheitsversorgung und Infektionsschutz.

Weitere News

Prof. Dr. Marylyn Addo, Sprecherin des neuen SFB 1648 „Emerging Viruses: Pathogenesis, Structure, Immunity“, und Prof. Dr. Christian Büchel, der die Forschung in den Teilprojekten des Sonderforschungsbereiches/Transregio: „Treatment Expectation“  am UKE
Prof. Dr. Marylyn Addo, Sprecherin des neuen SFB 1648 „Emerging Viruses: Pathogenesis, Structure, Immunity“, und Prof. Dr. Christian Büchel, der die Forschung in den Teilprojekten des Sonderforschungsbereiches/Transregio: „Treatment Expectation“ am UKE koordiniert, freuen sich über die umfassende DFG-Förderung. (Bild: UKE)

39 Millionen Euro für interdisziplinäre Großprojekte

Großer Erfolg für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Universität Hamburg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ...

Weiterlesen …
Thomas Lane und Kollegen im Kontrollraum der SPB/SFX-Experimentierstation am European XFEL. (Bild: European XFEL)
Thomas Lane und Kollegen im Kontrollraum der SPB/SFX-Experimentierstation am European XFEL. (Bild: European XFEL)

Schwachstellen im Abwehrmechanismus des Coronavirus?

Die COVID-19-Pandemie forderte Millionen von Todesopfern. Trotz einer beispiellosen Forschungskooperation, die dazu führte, dass in Rekordzeit wirksame Impfstoffe und Therapien hergestellt werden konnten, fehlt es ...

Weiterlesen …
Dr. Nina Struve (li.), Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKE leitet gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Martin Mynarek (re.), Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE, und Priv.-Doz. Dr. Johann Matschke vom Univer
Dr. Nina Struve (li.), Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKE leitet gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Martin Mynarek (re.), Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE, und Priv.-Doz. Dr. Johann Matschke vom Universitätsklinikum Essen den neuen Forschungsverbund. (Bild: UKE)

Strahlenbiologische Forschung des UKE erhält 1,2 Millionen Euro

Erstmalig erhält ein interdisziplinärer Forschungsverbund aus Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Universitätsklinikum Essen zu den strahlenbiologischen Grundlagen bei der Therapie ...

Weiterlesen …