Hygiene-Preis 2026 geht an Prof. Chaberny

Rudolf Schülke Stiftung zeichnet UKSH-Hygienikerin für Studie zur Infektionsprävention auf Intensivstationen aus

Prof. Dr. Iris Freya Chaberny ist mit dem renommierten Hygiene-Preis 2026 der Rudolf Schülke Stiftung ausgezeichnet worden. Sie ist Direktorin des campusübergreifenden Instituts für Krankenhaus- und Umwelthygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Professorin an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der Preis würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die die Infektionsprävention und den Schutz der öffentlichen Gesundheit entscheidend voranbringen.

Prof. Dr. Iris Freya Chaberny erhlielt den Hygiene-Preis 2026 der Rudolf Schülke Stiftung von Prof. Dr. Martin Exner (links, Vorstandsvorsitzender) und PD Dr. Frank A. Pitten (stellv. Vorstandsvorsitzender). (Foto: Rudolf-Schülke-Stiftung, Thomas Panzau)
Prof. Dr. Iris Freya Chaberny erhlielt den Hygiene-Preis 2026 der Rudolf Schülke Stiftung von Prof. Dr. Martin Exner (links, Vorstandsvorsitzender) und PD Dr. Frank A. Pitten (stellv. Vorstandsvorsitzender). (Foto: Rudolf-Schülke-Stiftung, Thomas Panzau)

Ausgezeichnet wurde Prof. Chaberny für eine große, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie zur Infektionsprävention auf Intensivstationen (EFFECT-Studie). Darin zeigt sie, wie durch richtige Hygienemaßnahmen schwere Blutbahninfektionen gezielt verhindert werden können. Besonders relevant ist das, weil solche Blutbahninfektionen in eine Sepsis, also eine schwere und lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion, übergehen können.

Die Studie wurde über einen Zeitraum von sieben Jahren in 23 Kliniken mit 44 Intensivstationen durchgeführt. Insgesamt konnten mehr als 100.000 Intensivaufenthalte ausgewertet werden. Konkret zeigte sie und ihr Team, dass die tägliche antiseptische Ganzkörperwaschung mit octenidinhaltigen Waschtüchern auf Intensivstationen die Zahl primärer Bakteriämien senkt.

Nach Einschätzung der Jury stehen die Auszeichnung und die erfolgreiche Durchführung der Studie auch für das große persönliche Engagement, die Ausdauer und die kontinuierliche Begleitung des Projekts über viele Jahre. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung der Arbeit von Prof. Chaberny für mehr Patientensicherheit und für die Prävention schwerer Infektionen im Klinikalltag.

Der Hygiene-Preis wird seit 50 Jahren von der Rudolf Schülke Stiftung vergeben, um wichtige Studien im Bereich Hygiene und Infektionsprävention sichtbar zu machen. Er ist mit 15.000 Euro dotiert.

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