Internationale Aner­kennung für Christine Klein

Prof. Dr. Christine Klein, Direktorin des Instituts für Neurogenetik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und der Universität zu Lübeck, ist für ihre Forschungsarbeit zum Thema Bewegungsstörungen mehrfach international ausgezeichnet worden. Verliehen wurde ihr der "C. David Marsden Lecture Award" der internationalen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (International Parkinson and Movement Disorder Society), der einmal im Jahr vergeben wird.

Prof. Dr. Christine Klein erhielt unter anderem den Cotzias Award der Sociedad Española de Neurología Bild: © UKSH

Mit dem Preis, der nach einem bedeutenden britischen Neurologen benannt ist, werden weltweit herausragende Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler gewürdigt, deren Forschungsarbeit zu einem besseren Verständnis der Neurobiologie der Bewegungsstörungen beiträgt und neue Therapieansätze ermöglicht. Im Zusammenhang mit der Auszeichnung hielt Prof. Klein bei der Jahrestagung der Gesellschaft im September 2019 in Nizza, Frankreich, einen der Eröffnungsvorträge (Keynote) vor 6000 internationalen Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmern.

Auf der Jahrestagung der Österreichischen Parkinsongesellschaft im November in Wien wurde Prof. Klein außerdem zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt. Mit dieser Ehrenmitgliedschaft wird jährlich eine international herausragende Wissenschaftlerin oder ein ausgezeichneter Wissenschaftler bedacht. Ebenfalls im November wurde Prof. Klein im spanischen Sevilla mit den Cotzias Award der Movement Disorders Group of the Spanish Neurological Society (Sociedad Espanola de Neurologia) ausgezeichnet. Der Preis, der einmal im Jahr vergeben wird, ist nach dem Arzt George Cotzias benannt, dem Begründer einer Standard-Therapie bei Parkinson.

Prof. Dr. Christine Klein und ihre Arbeitsgruppe forschen an seltenen erblichen Störungen wie den familiären Parkinsonsyndromen oder Dystonien, einer Gruppe von Bewegungsstörungen, die ihren neurologischen Ursprung in den motorischen Zentren im Gehirn haben. Prof. Kleins Fokus liegt dabei besonders auf der Fragestellung, weshalb viele Menschen, die Träger einer krankheitsverursachenden genetischen Mutation sind, nicht erkranken, sondern gesund bleiben. Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe ist es, herauszufinden, inwieweit die jeweilige genetische Ausstattung der Patientinnen und Patienten dazu führt, dass Therapien bei einigen von ihnen erfolgreich sind; andere jedoch mehr von alternativen Methoden profitieren.

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Bild: © Alexander/stock.adobe.com

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