Der neuartige Neuroschrittmacher hat die Größe einer Medaille und wird unter der Haut des Patienten platziert. Er gibt schwache elektrische Impulse über eine rückenmarksnahe Elektrode ab, um die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn zu verhindern. Der Patient spürt nur noch ein leichtes Kribbeln. „Mithilfe des Schrittmachers können wir die mit den Schmerzen verbundenen Beeinträchtigungen verbessern, die Medikamente reduzieren und damit die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten steigern“, sagt Dr. Dirk Rasche. „Insbesondere dem Missbrauch von Schmerzmedikamenten über einen langen Zeitraum kann entgegengewirkt werden. Durch eine frühzeitige Behandlung mit einer epiduralen Rückenmarkstimulation wird der Behandlungserfolg entscheidend beeinflusst und die Medikamenteneinnahme und ihre Nebenwirkungen reduziert.“
Das neue Stimulationssystem ist kleiner als die bisherigen und kann durch die Haut wie ein Akku aufgeladen und somit über viele Jahre genutzt werden. Patienten haben die Möglichkeit den implantierten Neurostimulator mit einer Fernbedienung über Bluetooth individuell zu nutzen und anzupassen. Die Programmierung durch den behandelnden Arzt erfolgt mit Hilfe eines Tablet-Computers und bietet vielfältige Möglichkeiten der Anpassung der Stimulation an die Bedürfnisse des Patienten.
Haupteinsatzgebiete der Rückenmarkstimulation sind chronische Schmerzen nach Wirbelsäulen-Operationen, nach Nervenverletzungen im Rahmen von Unfällen oder Operationen, bei Durchblutungsstörungen der Arme oder Beine oder bei Nervenschmerzen.
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Dr. Dirk Rasche
Klinik für Neurochirurgie
Telefon Lübeck: 0451 500-43213 Quelle: Pressemitteilung des UKSH vom 09.11.17
Dr. Dirk Rasche
Klinik für Neurochirurgie
Telefon Lübeck: 0451 500-43213 Quelle: Pressemitteilung des UKSH vom 09.11.17
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