#LifeScienceTour zu Gast bei CODAN

Zukunftsgerichtete Investitionen im Norden trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

Im Rahmen der diesjährigen #LifeScienceTour des Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus und Life Science Nord begrüßte der Medizintechnikhersteller CODAN in Lensahn/Schleswig-Holstein die Staatssekretärin Julia Carstens vom MWVATT, die in Begleitung ihrer Mitarbeiterin Rebecca Bruhn sowie Oliver Schacht, Geschäftsführer, und Damir Pavkovic, Marketing Director, beide von Life Science Nord, zum Besuch kam.

Zu Gast bei CODAN: Damir Pavkovic (LSN), Helge Ahrens, Andreas Wenig (beide CODAN), Julia Carstens (MWVATT), Oliver Schacht (LSN) und Anette Schumacher (Codan)(v.l.)
Zu Gast bei CODAN: Damir Pavkovic (LSN), Helge Ahrens, Andreas Wenig (beide CODAN), Julia Carstens (MWVATT), Oliver Schacht (LSN) und Anette Schumacher (Codan)(v.l.) besichtigten unter anderem den Baubereich, in dem bis Ende 2027 ein neues Produktionsgebäude fertiggestellt sein soll. (Bild: CODAN)

Vom Weidezaunhersteller zum globalen Medtech-Player

CODAN wurde 1959 in Heiligenhafen (damals noch als TRANSCODAN) mit 20 Angestellten gegründet. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1939 zurück, als Sven Husted-Andersen Senior in Kopenhagen das Unternehmen Dansk Elektrohegn in Kopenhagen aufbaute und sich unter anderem auf die Produktion und den Verkauf von elektrischen Geräten für Weidezäune fokussiert. Mit dem Startschuss in Heiligenhafen vollzog CODAN dann die Transformation vom Hersteller elektrischer Weidezäune zu einem heute international tätigen Produzenten von Infusions- und Transfusionssystemen.

Heute vertreibt das Unternehmen seine Produkte in über 80 Ländern. Die hohe Fertigungstiefe, vom Spritzguss bis zum Eigenbau von Produktionsanlagen, macht CODAN weitgehend unabhängig von Zulieferern. Heute sind am Standort Lensahn rund 500 Mitarbeitende beschäftigt.

Großinvestition stärkt Wettbewerbsfähigkeit

Aktuell investiert CODAN rund 80 Millionen Euro in ein neues Produktionsgebäude. Nach abgeschlossener Planungsphase soll der Bau 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Das Ziel: Effizienzsteigerung durch Automatisierung und Sicherung der Produktionsfähigkeit trotz anhaltendem Fachkräftemangel.

Mittelstand im internationalen Wettbewerb

Im Austausch mit Werksleiter Andreas Wenig, Betriebsleiter Helge Ahrens und Betriebsleiterin Annett Schumacher wurden die Herausforderungen deutlich, mit denen mittelständische Medtech-Unternehmen heute und in Zukunft konfrontiert sind. Die Gespräche drehten sich insbesondere um Standortthemen wie steigende regulatorische Anforderungen durch die MDR, zunehmende Lohnkosten, bürokratische Hürden sowie die angespannte Situation auf dem Fachkräftemarkt. Diese Faktoren erschweren die Positionierung im globalen Wettbewerb.

Politische Wertschätzung für unternehmerische Weitsicht

Staatssekretärin Julia Carstens betonte beim Besuch mit Blick auf die großangelegten Standorterweiterungsaktivitäten: „Gerade in so herausfordernden Zeiten ist es ein wichtiges Signal, wenn ein mittelständisches Unternehmen wie CODAN bewusst in den Standort investiert. Das Engagement zeigt, dass hier langfristig gedacht und Verantwortung übernommen wird – für Innovation, Beschäftigung und die Versorgung im Gesundheitswesen. Dies verdient politische Unterstützung und Wertschätzung.“

Konstruktiver Dialog als Motor für Fortschritt

Werksleiter Andreas Wenig unterstrich: „Der Besuch war für uns ein ermutigendes Zeichen. Es ist wichtig, dass unsere Herausforderungen wahrgenommen werden, aber genauso, dass das Potenzial erkannt wird, das wir täglich einbringen. Der offene Austausch mit Politik und Netzwerkpartnern bestärkt uns darin, unseren Weg konsequent weiterzugehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Bedeutender Akteur für die Region und Branche

„CODAN ist ein starker Pfeiler für die Region und ein wichtiger Akteur im Cluster Life Science Nord. Das Unternehmen steht beispielhaft für eine beeindruckende Kombination mittelständischer Innovationskraft und internationaler Wettbewerbsfähigkeit – und das bereits seit weit über 60 Jahren hier bei uns im Norden“, verdeutlichte Life Science Nord-Geschäftsführer Oliver Schacht.

Ausblick auf weitere Zusammenarbeit

Der Besuch zeigte, dass CODAN trotz herausfordernder Bedingungen konsequent in die Zukunft investiert und als technologisch führender und regional verwurzelter Akteur agiert. Alle Seiten signalisierten großes Interesse, den Austausch fortzusetzen und Unternehmen wie CODAN im norddeutschen Life-Science-Ökosystem weiter zu begleiten – zum Beispiel bei der Vertiefung der Zusammenarbeit zu Themen wie Fachkräftegewinnung, internationale Messeaktivitäten und einer verstärkten Einbindung in politische Austauschformate.

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