Lübeck: Prof. Christoph Lange zweifach ausgezeichnet

Würdigung der international herausragenden Beiträge zur Bekämpfung von Tuberkulose

Die Universität zu Lübeck gratuliert Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph Lange zu zwei bedeutenden Auszeichnungen in der Tuberkuloseforschung: dem DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung 2025 sowie dem Oskar-Medizinpreis 2025.

Prof. Christoph Lange erhält im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin den Oskar-Medizinpreis. (Bild: Mike Auerbach/DGP)
Prof. Christoph Lange erhält im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin den Oskar-Medizinpreis. (v.l.n.r. Professor Wolfgang Kuhla, Vorsitzender der Stiftung Oskar-Helene-Heim, Professor Christoph Lange und Professor Torsten T. Bauer, Generalsekretär des Deutschen Zentrums zur Bekämpfung der Tuberkulose). (Bild: Mike Auerbach/DGP)

Beide Ehrungen würdigen seine international herausragenden Beiträge zur Bekämpfung der Tuberkulose, insbesondere antibiotikaresistenter Formen, und unterstreichen die Relevanz seiner Forschung für die globale Gesundheit. Prof. Lange ist W3-Professor für Respiratory Medicine & International Health an der Universität zu Lübeck und Medizinischer Direktor des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum. In Forschung und Lehre engagiert er sich unter anderem im Studiengang Infection Biology und verbindet Grundlagenforschung konsequent mit klinischer Anwendung.

Internationale Spitzenforschung mit direktem Nutzen für Patientinnen und Patienten

Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt Christoph Lange die klinische Tuberkuloseforschung. Sein Ansatz ist konsequent translational ausgerichtet: Wissenschaftliche Erkenntnisse werden gezielt in verbesserte Diagnostik, Therapie und Prävention überführt. Ein besonderer Fokus liegt auf antibiotikaresistenten Tuberkuloseerregern, die weltweit eine zunehmende Herausforderung darstellen. Zentral für diesen Erfolg ist die von ihm mitbegründete internationale Forschungsplattform TBnet, die heute zu den größten unabhängigen Netzwerken für Tuberkuloseforschung zählt. In multinationalen Studien konnte Langes Team unter anderem zeigen, dass individualisierte Therapieansätze bessere Behandlungsergebnisse erzielen als standardisierte Regime. Diese Erkenntnisse fanden Eingang in internationale Leitlinien, unter anderem der Weltgesundheitsorganisation. Darüber hinaus entwickelt seine Arbeitsgruppe innovative Biomarker, die es ermöglichen, Therapieverläufe präziser vorherzusagen und Behandlungen individuell anzupassen. Im europäischen Großprojekt UNITE4TB arbeitet er gemeinsam mit internationalen Partnern an neuen, kürzeren und wirksameren Therapien.

Zwei Preise als Anerkennung für ein internationales Forschungsnetzwerk

Mit dem DZIF-Preis für translationale Infektionsforschung werden herausragende Leistungen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung gewürdigt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer gemeinsamen Jahrestagung in Bonn verliehen. Der Oskar-Medizinpreis, der als einer der höchstdotierten Medizinpreise Deutschlands gilt, wurde im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin vergeben. Er hebt insbesondere Langes Beiträge zur Weiterentwicklung der internationalen Tuberkuloseforschung hervor. „Die aktuellen Auszeichnungen sind eine Anerkennung für die gemeinsame Arbeit vieler Partnerinnen und Partner in internationalen Forschungsverbünden“, erklärt Lange. „Dass wir über Ländergrenzen hinweg nachhaltige Forschung betreiben können, ist eine zentrale Voraussetzung, um globale Gesundheitsprobleme wie Tuberkulose wirksam zu bekämpfen.“

Internationale Auszeichnungen stärken den Forschungsstandort Lübeck

Die gleichzeitige Würdigung durch zwei hochrangige Preise unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Infektionsforschung an der Universität zu Lübeck und am Forschungszentrum Borstel. Sie zeigt, wie eng hier wissenschaftliche Exzellenz, internationale Vernetzung und klinische Anwendung miteinander verbunden sind. Mit seiner Arbeit leistet Prof. Lange einen wesentlichen Beitrag dazu, globale Gesundheitsherausforderungen evidenzbasiert anzugehen und innovative Therapiestrategien schneller in die medizinische Versorgung zu überführen.

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