Meilenstein für die Medizinische Fakultät

Baustellenfest an der Kieler Feldstraße

Die bauliche Modernisierung der medizinischen Forschung und Lehre der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat in den letzten Monaten sichtbar Gestalt angenommen. Die Rohbauten vom Hugo Salomon Forschungszentrum und vom Braak Forschungszentrum für Integrative Systemmedizin (ZISMed) sind errichtet und der Innenausbau läuft bereits seit letztem Jahr. Die Baumaßnahmen, die bis Herbst 2027 fertiggestellt werden sollen, werden von der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) umgesetzt.

Von links: Gabriele Pfründer, Prof. Dr. Joachim Thiery, Dr. Dorit Stenke, Prof. Dr. Catherine Cleophas, Doris Grondke und Oliver Rabe beim Baufest der neuen Forschungszentren. (Bild: GMSH)
Von links: Gabriele Pfründer (Geschäftsbereichsleiterin Landesbau der GMSH), Prof. Dr. Joachim Thiery (Dekan der Medizinischen Fakultät), Dr. Dorit Stenke (Forschungsministerin), Prof. Dr. Catherine Cleophas (Vizepräsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Doris Grondke (Stadträtin) und Oliver Rabe (Staatssekretär im Finanzministerium) beim Baufest der neuen Forschungszentren. (Bild: GMSH)

Das Land investiert rund 150 Millionen Euro in die beiden Forschungszentren, die zusammen mit dem Quincke Forschungszentrum (QFZ) und in direkter Anbindung an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ideale Bedingungen für innovative biomedizinische und klinische Forschung bieten werden. Heute (1. Juli 2026) informierte sich Forschungsministerin Dr. Dorit Stenke vor Ort über den Baufortschritt.

Forschungsministerin Dr. Dorit Stenke: „Der Forschungs- und Lehrcampus wird künftig ein Ort sein, an dem neues Wissen entsteht und direkt in die medizinische Versorgung einfließen kann. Medizinische Spitzenforschung und -Lehre sowie eine erstklassige medizinische Versorgung gehören schon jetzt zu den Bereichen, in denen Schleswig-Holstein Maßstäbe setzt. Die Landesregierung will diese Stärken gezielt weiter ausbauen.“

Die GMSH setzt die Baumaßnahme mit einem Generalunternehmer um. Nur ein Jahr nach Baubeginn waren die Rohbauten der beiden Forschungszentren fertiggestellt. „Große Bauprojekte beginnen lange vor dem ersten sichtbaren Baufortschritt – sie beginnen mit einer sorgfältigen Planung und einem rechtssicheren Vergabeverfahren“, sagte Gabriele Pfründer, GMSH-Geschäftsbereichsleiterin für den Landesbau, bei dem Baustellenrundgang. „Aufgrund der Komplexität des Vorhabens und des engen Baufeldes haben wir uns bewusst für die Vergabe an einen Generalunternehmer entschieden. Das mehrstufige Vergabeverfahren mit europaweiter Ausschreibung haben wir dank unserer langjährigen Erfahrung im öffentlichen Vergaberecht erfolgreich gesteuert. Heute zeigt sich, wie wichtig diese intensive Vorarbeit für den planmäßigen Projektverlauf ist“, so Pfründer. Für die GMSH ist der Medizinische Campus aktuell die größte Baustelle, die sie betreut. Sie befindet sich im Zeitplan.

CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Catherine Cleophas dankte in ihrem Grußwort der GMSH für die gute Zusammenarbeit und dem Wissenschaftsrat für die Förderungsempfehlung des ZISMed-Antrags. Sie sieht die Gebäude als Investition in die Zukunft: „Forschung ist immer auch ein Akt des Vertrauens in die Zukunft. Wir bauen heute für Fragen, die wir noch nicht kennen, für Behandlungen, die noch nicht existieren, für Patient*innen, die noch nicht erkrankt sind. Diese beiden Gebäude sind Ausdruck dieses Vertrauens – und ich bin sehr froh, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dieses Vertrauen trägt.“

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU, Prof. Dr. Joachim Thiery, freute sich über verbesserte Forschungsbedingungen durch die Neubauten: „Mit dem Hugo Salomon Forschungszentrum und dem Braak Zentrum für Integrative Systemmedizin schaffen wir die besten Voraussetzungen für die Medizin von morgen. In Verbindung mit dem Quincke Forschungszentrum entsteht auf dem Kieler Medizincampus ein einzigartiger Forschungsstandort für die Präzisionsmedizin chronischer Erkrankungen. Die unmittelbare Nähe zum UKSH ist ein herausragender Standortvorteil, um Erkenntnisse aus der Forschung schnellstmöglich zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten in Prävention und Krankenversorgung zu überführen.“

Doris Grondke, Stadträtin für Stadtentwicklung und Bauen der Landeshauptstadt Kiel: „Mit dem Dichtfest nimmt dieses wichtige Bauprojekt weiter Gestalt an. Die beiden neuen Forschungszentren prägen nicht nur den Medizin-Campus, sondern stärken auch Kiel als Wissenschaftsstandort. Für die Landeshauptstadt ist dieses Projekt ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und ein sichtbares Zeichen dafür, wie wir Kiel.Science.City weiterentwickeln.“

Die GMSH realisiert mit den beiden fünfgeschossigen Forschungszentren einen modernen Gebäudekomplex mit rund 9.400 Quadratmetern Nutzfläche. Die bogenförmigen Baukörper bieten künftig Platz für hochmoderne Forschungslabore, Büro- und Arbeitsflächen, eine Studienambulanz sowie eine Biobank. Herzstück des Ensembles ist ein zentrales Foyer mit Konferenzbereich, das beide Gebäude miteinander verbindet und optimale Voraussetzungen für den fachübergreifenden Austausch zwischen Forschung und Lehre schafft.

Für die Forschungsneubauten wird eine Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) angestrebt. Bereits in der Planung wurden zahlreiche Maßnahmen zur Energieeffizienz und Ressourcenschonung berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem eine natürliche Nachtauskühlung und technische Lösungen für eine energieeffiziente Kälteversorgung. Damit werden die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Gebäudebetrieb geschaffen.

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