In Verbindung mit einer Navigationssoftware ermöglicht das Gerät Ärztinnen und Ärzten eine hochwertige und schnelle Bildkontrolle während des Eingriffs, was gerade bei anspruchsvollen Behandlungen an der Wirbelsäule und am Kopf von großer Bedeutung ist. Die Anschaffung des 1,2 Millionen teuren "AIRO" der Firma Brainlab wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Der mobile CT steht deutschlandweit bislang nur in wenigen Kliniken zur Verfügung und wird am UKSH zum ersten Mal in Schleswig-Holstein eingesetzt.
Diagnostische 3D-Daten können damit jederzeit während der Operation aktualisiert werden. Das neue Gerät erlaubt außerdem bereits während des Eingriffs eine Kontrolle des operativen Ergebnisses, etwa die millimetergenau korrekte Lage von Implantaten. "Damit sind wir in der Lage, unseren Patientinnen und Patienten ein optimales Operationsergebnis anbieten zu können, das eine schnelle Genesung möglich macht", sagt Prof. Dr. Michael Synowitz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie. In der Regel entfällt durch den Einsatz des intraoperativen CT auch die Kontrollaufnahme nach dem Eingriff.
"AIRO" wird vor allem bei Patientinnen und Patienten mit schweren Verletzungen oder degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule zum Einsatz kommen, etwa bei knöchernen Versteifungen bei Morbus Bechterew. Die Vorteile des neuen Geräts werden sich auch bei chirurgischen Eingriffen am Gehirn und Gesichtsschädel zeigen, zum Beispiel bei der Entfernung von Tumoren und bei funktionellen Eingriffen wie der Tiefenhirnstimulation. "Mit der intraoperativen CT-Kontrolle können wir selbst hochkomplexe anatomische Herausforderungen meistern", sagt Prof. Dr. Olav Jansen, Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, die auch in die Nutzung des neuen CT eingebunden ist.
Quelle: Pressemitteilung UKSH vom 07.11.2019, www.uksh.de/Das+UKSH/Presse/Presseinformationen/2019/Neue+Technologie+erlaubt+optimale+Bildkontrolle-p-182522.html
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