Die Studie wurde von Prof. Jeanette Erdmann und Dr. Christina Willenborg vom Institut für Integrative und Experimentelle Genomik sowie Prof. Inke R. König und Dr. Paola G. Ferrario vom Institut für Medizinische Biometrie und Statistik an der Universität zu Lübeck maßgeblich geleitet. Die vorliegende Studie zeigt beeindruckend, dass durch die Analyse genetischer Daten neue Zielmoleküle für die Arzneimittelforschung identifiziert werden können.
Im Zentrum der heute im renommierten New England Journal of Medicine vorgestellten Studie steht die Lipoproteinlipase - ein Enzym, welches den Abbau von Triglyzeriden im Blut bewirkt. Triglyzeride werden zunehmend als Risikofaktor für einen Herzinfarkt gesehen. Es konnten nun zwei Genvarianten gefunden werden, die die Aktivität der Lipoproteinlipase entweder steigern oder senken, entsprechend wurde das Herzinfarktrisiko gesenkt oder erhöht. Die Lipoproteinlipase, kurz auch als LPL bezeichnet, wird zudem durch weitere Gene, aber auch durch Diät und den Lebensstil reguliert. Schlussfolgernd zeigen nun die vorliegenden Daten, dass Varianten die zum Funktionsverlust führen in Genen, die die Lipoproteinlipase normalerweise bremsen - somit LPL eher aktivieren - das Herzinfarktrisiko nachhaltig senken können.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier...
Weitere News
mRNAs "made in Hamburg"
mRNA – eines der Schlagwörter der vergangenen zwei Jahre. Und eines der führenden Unternehmen der mRNA-Entwicklung und -Herstellung hat seinen Sitz in Hamburg. Bei einem ...
Weiterlesen …
Kinder-UKE feierlich eröffnet
Nach drei Jahren Bauzeit ist das Kinder-UKE, die Werner und Michael Otto Universitätskinderklinik, heute vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, ...
Weiterlesen …
Bekämpfung von chronischen Krankheiten und Krebs
Für die Studie, die im Fachblatt „Antioxidants“ erschienen ist, hat das Team um Experimentalphysiker Florian Grüner der Universität Hamburg mit Jod-Atomen markierte Q10-Moleküle untersucht, die ...
Weiterlesen …