Neues Leitungsteam an UKE-Klinik für Stammzelltransplantation

Prof. Dr. Francis Ayuk und Prof. Dr. Boris Fehse haben die gemeinsam Leitung zum April 2025 angetreten

Zum 1. April 2025 haben Prof. Dr. Francis Ayuk und Prof. Dr. Boris Fehse die gemeinsame Leitung der Interdisziplinären Klinik und Poliklinik für Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) übernommen.

Das neue Leitungs-Team: Prof. Dr. Boris Fehse und Prof. Dr. Francis Ayuk (v.l. Bild: UKE)
Das neue Leitungs-Team: Prof. Dr. Boris Fehse und Prof. Dr. Francis Ayuk (v.l. Bild: UKE)

Die Klinik ist insbesondere auf zelluläre Verfahren und allogene Transplantation bei Erwachsenen spezialisiert. Mit Prof. Ayuk und Prof. Fehse beruft das UKE international renommierte Experten der gen- und zellbasierten Therapie und Forschung auf diese Positionen. Sie folgen auf Prof. Dr. Nicolaus Kröger, der in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Prof. Ayuks (51) Schwerpunkt liegt in der Durchführung und der klinisch-translationalen Forschung zur Verbesserung der allogenen Stammzelltransplantation und der CAR-T-Zell-Therapie. Die Transplantation von fremden Stammzellen ist ein hochspezialisiertes erfolgreiches Therapieverfahren für definierte, vor allem bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Insbesondere entwickelt und erprobt Prof. Ayuk neue Methoden zur Vorbeugung und Behandlung der Spender-gegen-Wirt-Krankheit. Er forscht zudem an neuen Ansätzen zur Durchführung der Stammzelltransplantation unter Vermeidung von Chemotherapie und Bestrahlung. Er leitet seit 2019 das CAR-T-Zell-Programm der Klinik und hat in diesem Rahmen ein wissenschaftliches Begleitprogramm aufgebaut, das auf die Vorhersage und Früherkennung von Therapieerfolg und Nebenwirkungen sowie einer darauf basierenden Verbesserung der Behandlungsstrategie, zielt.

Prof. Ayuk studierte Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. In seiner Promotion über Genmodifikation von T-Lymphozyten ebnete er bereits den Weg für die klinische Durchführung der ersten Gentherapiestudie zur Behandlung der Spender-gegen-Wirt-Krankheit in Deutschland. Seit 2001 arbeitet er im UKE, er absolvierte seine Facharztausbildung für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie im Universitären Cancer Center Hamburg (UCC Hamburg). 2013 wurde er leitender Oberarzt in der Interdisziplinären Klinik und Poliklinik für Stammzelltransplantation und übernahm 2018 die stellvertretende Klinikleitung. Seit dem 1. April 2025 hat er die neugeschaffene W3-Professur für Stammzelltransplantation und zellbasierte Therapien am UKE inne.

Prof. Fehse (59) zählt zu Deutschlands führenden Gentherapie-Experten und forscht vor allem auf dem Gebiet der permanenten genetischen Modifikation von Zellen, sowohl für die Grundlagenforschung als auch für therapeutische Anwendungen. Dafür nutzt er entweder die auf entschärften Retroviren basierende Genfähren oder neuere Verfahren der Genomeditierung, beispielsweise mit CRISPR/Cas. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Entwicklung und klinischen Anwendung innovativer zell- und molekularbiologischer Verfahren für die Posttransplantationsdiagnostik.

Prof. Fehse hat Biomedizin an der Staatlichen Medizinischen Universität Moskau studiert und promovierte 1996 am Leibniz-Institut für Virologie. 1996 kam er als Wissenschaftler an das Zentrum für Knochenmarktransplantation ins UKE, wo er den Zell- und Gentherapieschwerpunkt aufbaute, 1999 Laborleiter wurde und sich 2002 in Molekularer Medizin habilitierte. Schon zu jener Zeit war er führend an der Entwicklung und klinischen Umsetzung der in Deutschland ersten universitären Gentherapiestudie zur Unterdrückung einer schweren Spender-gegen-Wirt-Krankheit beteiligt. 2007 wurde er auf die Professur für Experimentelle Pädiatrische Onkologie und Hämatologie am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt berufen, 2009 übernahm er die W3-Professur für Zell- und Gentherapie und die Leitung der gleichnamigen Forschungsabteilung der Klinik für Stammzelltransplantation des UKE. Er hatte Gastprofessuren an den Universitäten in St. Petersburg/Russland und Wuhan/China.

Beide neuen Klinikleiter haben zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen in internationalen Fachmagazinen, sind in verschiedenen nationalen und internationalen Fachgesellschaften und Vereinigungen in leitenden Funktionen aktiv und vielfach mit Wissenschaftspreisen ausgezeichnet worden.

Weitere News

Eine rechnerisch optimierte Laserplattform erzeugt drei exakt abgestimmte Farben ultrakurzer Lichtimpulse (oben), die zur Beleuchtung biologischer Gewebe und zur gleichzeitigen Anregung verschiedener Fluoreszenzmarker eingesetzt werden.
Eine rechnerisch optimierte Laserplattform erzeugt drei exakt abgestimmte Farben ultrakurzer Lichtimpulse (oben), die zur Beleuchtung biologischer Gewebe und zur gleichzeitigen Anregung verschiedener Fluoreszenzmarker eingesetzt werden. Jede Farbe hebt dabei selektiv einen bestimmten Zellstruktur-Typ hervor. Die resultierenden Aufnahmen (unten) zeigen dicht gepackte Neuronen, unterstützende Gliazellen sowie Zellkerne – ebenso wie Strukturen in Maus-Nierengewebe – und ermöglichen es Forschenden, die Anordnung und Wechselwirkung unterschiedlicher Zelltypen zu beobachten. (Abbildung: Marvin Edelmann, DESY)

DESY und UKE: Gewebe auf Zellebene sichtbar machen

Forschende am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY haben gemeinsam mit internationalen Partnern ein neues Lasersystem entwickelt, das die mehrfarbige Zwei-Photonen-Mikroskopie deutlich vereinfachen könnte. Die Technologie basiert auf ...

Weiterlesen …
Druck von 3D-Tabletten am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Bild: UKE)
Druck von 3D-Tabletten am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Bild: UKE)

Erstmals Anwendung 3D-gedruckter Arzneimittel im UKE

Erstmals werden im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) Patient:innen mit Medikamenten behandelt, die in der eigenen Klinikapotheke im 3D-Drucker hergestellt worden sind. In einer gemeinsamen Studie der ...

Weiterlesen …
Im vorliegenden Fall hatten die Wissenschaftler:innen um Prof. Schulze zur Wiesch und Doktorand Leon Cords (im Bild) zur genauen Charakterisierung der Immunantworten des Patienten beigetragen. (Bild: UKE)
Im vorliegenden Fall hatten die Wissenschaftler:innen um Prof. Schulze zur Wiesch und Doktorand Leon Cords (im Bild) zur genauen Charakterisierung der Immunantworten des Patienten beigetragen. (Bild: UKE)

UKE mit Preis der Deutschen Hochschulmedizin 2023 ausgezeichnet

Für die Heilung des sogenannten „Düsseldorfer Patienten“ erhält ein Forschungsteam unter Beteiligung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) den diesjährigen Preis ...

Weiterlesen …