"Das Projekt schließt die Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischem Alltag", sagt Prof. Pantel. "Mit der Entwicklung zuverlässiger Bluttests wollen wir in den kommenden fünf Jahren das Konzept der Flüssigbiopsie aus dem Forschungslabor ans Krankenbett bringen." Feste Tumore wie Brust-, Lungen-, Prostata- oder Darmkrebs geben ständig Krebszellen oder Bestandteile davon in die Blutbahn ab. Die Analyse der Gene, Boten-RNA und Proteine dieser Zellen bietet dem Experten zufolge als sogenannte Flüssigbiopsie die Möglichkeit, sehr schnell Informationen über die Eigenschaften eines Tumors zu gewinnen. Wie aggressiv ist er? Reagiert er auf bestimmte Medikamente oder nicht? Das sind die Fragen, die mithilfe der neuen Bluttests beantwortet werden können. "Auf diese Weise wird es möglich sein, eine Therapie besser an den Patienten anzupassen und ihm unnötige Behandlungen zu ersparen", so Prof. Pantel.
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