UKE-Sonderforschungsbereich geht mit maximaler Förderung in die dritte Runde

Großer Erfolg für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt die dritte Förderperiode für den Sonderforschungsbereich (SFB) 841 „Leberentzündung – Infektion, Immunregulation und Konsequenzen“ bewilligt. Mit der Verlängerung einher gehen Fördermittel von knapp 15 Millionen Euro für den Zeitraum 2018 bis 2021. In dem Sonderforschungsbereich werden in 25 Teilprojekten mit über 100 Wissenschaftlern die Ursachen und Mechanismen entzündlicher Lebererkrankungen erforscht und Grundlagen für neue Therapieansätze gelegt. „Die Anerkennung der bisherigen Forschungsleistung und das Vertrauen in unseren Sonderforschungsbereich wurde durch die sehr positive Begutachtung der Deutschen Forschungsgemeinschaft bestätigt. Dies freut uns außerordentlich. Der SFB Leberentzündung zeigt in beeindruckender Weise, wie langjährig geförderte Grundlagenforschung erfolgreich in klinische Forschung mit absehbarem Nutzen für Patienten übergehen kann“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und Mitglied des UKE-Vorstands. „Wir sind sehr erfreut, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen können. Bei der Untersuchung von Entzündungsprozessen in der Leber und bei der Analyse autoimmuner Lebererkrankungen konnte der SFB wichtige Ergebnisse erzielen und eine weltweit führende Rolle einnehmen”, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE und Sprecher des SFB 841. Der translationale Gedanke, also die mögliche Anwendung beim Patienten, gehört von Anbeginn zum Fokus des SFB 841. Ein großer Erfolg ist die Kooperation mit dem Start-up-Unternehmen Topas Therapeutics, das eine im SFB entwickelte Nanopartikeltherapie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen weiter ausbaut und testet. In einer 2018 neu anlaufenden klinischen Studie wird zudem erstmalig ein Therapieansatz am Patienten getestet, der auf acht Jahre Grundlagenforschung aus den ersten beiden SFB Förderperioden zurückzuführen ist. In der neuen Förderperiode sind 12 universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im SFB 841 vertreten, die meisten der Projekte am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angesiedelt. Neben dem UKE und der Universität Hamburg beteiligen sich das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) sowie das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie, beide in Hamburg, das Biochemische Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Goldyne Savad Institute of Gene Therapy der Hebrew University of Jerusalem, Israel, an der Forschungsinitiative.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Ein Schwerpunkt im SFB 841 ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Forschungsstipendien für Nachwuchswissenschaftler und das intensive Betreuungskonzept des Graduiertenkollegs haben sich besonders bewährt. Mit der dritten Förderphase konnte der SFB 841 sein Forschungsprogramm durch vier junge Projektleiter komplettieren, die nun in eigenen Teilprojekten innovativen Hypothesen zu den Themen Leberentzündung, Infektion und Immunregulation nachgehen werden. Entzündliche Lebererkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Seit der Gründung des SFB 841 im Jahr 2010 untersuchen die beteiligten Wissenschaftler, wie Infektabwehr, Entzündungsprozesse, Regeneration, aber auch Tumorentstehung in der Leber reguliert werden und interagieren. Ziel ist es, neue Strategien und Ansatzpunkte für die Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen zu entwickeln. Bei Sonderforschungsbereichen ist insgesamt eine zwölfjährige Förderung durch die DFG möglich. Quelle: Pressemitteilung des UKE vom 27.11.17
© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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