UKSH: Erneuter Rekord bei Drittmitteleinnahmen

122 Millionen Euro für die Universitätsmedizin

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Sektion Medizin der Universität zu Lübeck (UzL) haben ihre Anstrengungen zur Einwerbung von Drittmitteln intensiviert.

Sabine Prigge, MTAs des ALL-BFM-Studienzentrums bei ihrer Arbeit: Jährlich werden im Speziallabor in Kiel hunderte Leukämieproben von Kindern aus ganz Deutschland mikroskopisch und molekular untersucht.
Sabine Prigge, MTAs des ALL-BFM-Studienzentrums bei ihrer Arbeit: Jährlich werden im Speziallabor in Kiel hunderte Leukämieproben von Kindern aus ganz Deutschland mikroskopisch und molekular untersucht. Nur ein Beispiel für die Förderung von Forschungsprojekten mit Drittmitteln am UKSH - in diesem Fall gefördert von der Deutschen Krebshilfe (Bild: UKSH)

Ziel ist es, trotz begrenzter Haushaltsmittel den hohen Forschungsstandard zu sichern und den Wissenstransfer in die klinische Praxis zu stärken. Dank dieser Bemühungen konnten im Jahr 2024 Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 122 Millionen Euro erzielt werden – ein Anstieg um etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch erhielten 1.758 hochqualifizierte Fachkräfte aus Medizin und Wissenschaft die Möglichkeit, ihre Projekte an den Standorten Kiel und Lübeck zu starten oder fortzuführen.

Mehr als 60 Prozent der Drittmittel stammen aus öffentlichen Quellen. Diese setzen sich zusammen aus Mitteln des Bundes (rund 27 Millionen Euro), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (rund 25 Millionen Euro), der Europäischen Union (rund 15 Millionen Euro) und des Landes Schleswig-Holstein (rund 7 Millionen Euro). Zusätzlich stammen rund 26 Millionen Euro aus der Industrie, etwa 9 Millionen Euro von Stiftungen und mehr als 13 Millionen Euro aus weiteren Drittmittelquellen.

Für das Jahr 2024 stellte das Land Schleswig-Holstein 114,5 Millionen Euro für Forschung und Lehre in der klinischen Medizin bereit. Jeder Euro aus Landesmitteln zog damit bundesweit überdurchschnittliche Drittmittel in Höhe von 1,06 Euro nach sich. Pro Vollzeitstelle, die vom Land finanziert wird, entsteht etwa eine weitere drittmittelfinanzierte Stelle.

Die Bedeutung dieser zusätzlichen Mittel neben dem regulären Hochschulhaushalt ist in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Die gezielte Einwerbung von Drittmitteln ist für das UKSH und die beiden Universitäten ein wichtiges Ziel. Sie trägt nicht nur zur Sicherung und Erweiterung der finanziellen und personellen Ressourcen bei, sondern stärkt auch das Renommee der Einrichtungen sowie der beteiligten Forscherinnen und Forscher. Die UKSH-Vorstandsmitglieder für Forschung und Lehre, Prof. Dr. Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU, und Prof. Dr. Thomas Münte, Vizepräsident der UzL, danken allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihren Einsatz.

Thomas Meyer, Leiter der Stabsstelle Drittmittelbewirtschaftung am UKSH, sagt: „Die kontinuierlich steigenden Drittmitteleinnahmen sind ein klarer Beweis für die Exzellenz unserer Forschung. Wir setzen alles daran, diesen Erfolg weiter auszubauen – durch effizientere Prozesse, Digitalisierung und gezielte Unterstützung unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

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