UKSH zum 4. Mal in Folge als "Digital-Champion" ausgezeichnet

UKSH erhält in Kategorie „Öffentliche Krankenhäuser“ Höchstpunktzahl und belegt Spitzenplatz

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) zählt in der aktuellen Unternehmensstudie „Digital Champions 2024“ zu den am besten digitalisierten Unternehmen Deutschlands. Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass das UKSH eine Spitzenposition erreicht. In der Kategorie „Öffentliche Krankenhäuser“ erzielte das UKSH die höchste Punktzahl und sicherte sich somit den Spitzenplatz.

Die Digitalisierungsstrategie des UKSH umfasst nahezu alle Bereiche. So ermöglicht z.B. eine vom UKSH und der Firma spior medical entwickelte OP-App eine weitgehend automatisierte Prozesssteuerung sowie eine sichere und effiziente Informationsweitergabe.
Die Digitalisierungsstrategie des UKSH umfasst nahezu alle Bereiche. So ermöglicht z.B. eine vom UKSH und der Firma spior medical entwickelte OP-App eine weitgehend automatisierte Prozesssteuerung sowie eine sichere und effiziente Informationsweitergabe durch digitale Kommunikation. (Bildquelle: UKSH)

„Die erneute Auszeichnung unterstreicht unser kontinuierliches Engagement für Innovation und Exzellenz im Gesundheitsweisen. Es ist eine Anerkennung für das UKSH und die engagierten Teams, die kontinuierlich daran arbeiten, digitale Technologien zum Wohl der Patientinnen und Patienten und zur Optimierung der Prozesse im Gesundheitswesen einzusetzen.“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH. „Wir werden daher auch künftig unsere Digitalisierungsstrategie konsequent umsetzen und weiterentwickeln“.

Als Grundlage für die aktuellen Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) dienten nach Angaben der Herausgeber Daten von bundesweit über 12.000 Unternehmen. Im Auftrag von Focus Money und Deutschland Test wurden dafür die Bereiche Digitalisierung, Technologie und Innovation umfassend analysiert. Mittels Auswertung von mehreren 100 Millionen Online-Quellen und eines umfangreichen Fragebogens wurden diese in Bezug auf ihre Digitalisierungs-Umsetzungen bewertet.

Die Digitalisierungsstrategie des UKSH umfasst nahezu alle Bereiche. Als erstes Klinikum weltweit hat das UKSH gemeinsam mit sqior medical eine App für digitale OP-Prozesssteuerung entwickelt. Der digitale Assistent hilft dabei, eine optimale Koordination aller Prozesse zu gewährleisten und alle Berufsgruppen von der Aufnahme bis zum Aufwachraum kommunikativ miteinander zu verbinden. Auch im Themenfeld „Künstliche Intelligenz“ ist das UKSH ganz vorne mit dabei. Neben einigen hochinnovativen Projekten zur datenbasierten Früherkennung von medizinischen Fehlentwicklungen hat das UKSH jüngst eine interne Innovationsoffensive zum Thema „KI“ gestartet. „Wir wollen unter anderem mit solchen Formaten sicherstellen, dass wir als Krankenversorger mit Spitzenmedizin und Ort exzellenter Forschung und Lehre bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens dauerhaft an der Spitze bleiben“, sagt Rudolf Dück, CIO des UKSH und Geschäftsführer des IT-Dienstleisters UKSH ITSG GmbH.

Im Januar dieses Jahres setzte das UKSH einen digitalen Meilenstein für die Medizin: Das UKSH nutzt künftig eine extrem leistungsfähige Cloud-Lösung. Mit Hilfe der Cloud-Lösung von T-Systems und Google Cloud kann die Qualität der Versorgung erhöht, das medizinische Personal entlastet sowie die Kosten reduziert werden. So können zum Beispiel die Ergebnisse der Diagnostik in der Cloud digitalisiert werden. Das beinhaltet die Dokumentation und Archivierung von Befunden aus Patientenproben und bildgebenden Verfahren sowie Therapieoptionen.

Bereits Anfang 2022 hat das UKSH als erstes Klinikum in Deutschland „5G-Standalone“ – also vollwertige 5G-Mobilfunk-Technik in Betrieb genommen. Damit werden medizinische Daten im UKSH genauso schnell übertragen, wie das menschliche Nervensystem reagieren kann. So könnten z.B. OP-Geräte ferngesteuert werden, intelligente Computertomografen nicht nur scannen, sondern Diagnosen stellen und Diktiersysteme ärztliche Befunde in Echtzeit transkribieren.

An vielen weiteren Stellen lassen sich digitale Innovationen im UKSH bereits jetzt beobachten, beispielsweise im Krankenzimmer: Über einen LCD-Bildschirm am Bett haben Patientinnen und Patienten Zugriff auf TV, Internet und Video-on-Demand-Dienste. Darüber können sie behandlungsbezogene Fragebögen oder ein Schmerztagebuch ausfüllen, Behandlungstermine einsehen und an anonymen Zufriedenheitsumfragen teilnehmen. Fachkräfte werden durch Automatisierung, KI-Unterstützung und mobile Szenarien unterstützt. Ein wichtiges Ziel ist die Entlastung der Mitarbeitenden von Routinetätigkeiten, damit für Fachkräfte sowie Spezialistinnen und Spezialisten mehr Zeit für Patientinnen und Patienten frei wird. So unterstützen die sogenannten Bedside-Terminals die Mitarbeitenden bei der mobilen Visite, um Befunde aufzurufen und die Behandlung mit den Patientinnen und Patienten abzusprechen.

In der Klinikapotheke garantiert seit mehr als sechs Jahren das „Unit-Dose-System“, dass alle Arzneimittel automatisiert patientenindividuell zusammengestellt, verpackt und direkt an die Stationen geliefert werden. In der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) setzt das UKSH auf die voll automatisierte Lagerhaltung in der Sterilisation – weltweit ein Novum, das es sonst nur in Dänemark gibt. Mit dem Portal „Mein UKSH“ hat das UKSH bereits vor einigen Jahren eine Schnittstelle geschaffen, so dass auch die Terminbuchung von unterwegs möglich ist.

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