Uni Lübeck erhält Zertifikat für Klimaschutz an Hochschulen

Verleihung im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projekts „Zukunftsforum Klimafreundliche Hochschulen“

Die Universität zu Lübeck ist für ihr Engagement im Klimaschutz mit dem „Zertifikat zum Klimaschutz an Hochschulen“ ausgezeichnet worden. Verliehen wurde die Auszeichnung im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projekts „Zukunftsforum Klimafreundliche Hochschulen“ (ZKH) am 17. April 2026 an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE).

Linda Brüheim, Lina Kammer und Janne Ohrt (v.l.n.r.) aus dem Green Office der Universität zu Lübeck nahmen das Zertifikat für Klimaschutz an Hochschulen entgegen. (Foto: Florian Reischauer)
Linda Brüheim, Lina Kammer und Janne Ohrt (v.l.n.r.) aus dem Green Office der Universität zu Lübeck nahmen das Zertifikat für Klimaschutz an Hochschulen entgegen. (Foto: Florian Reischauer)

An der Konferenz nahmen neben den 15 beteiligten Hochschulen auch die Verbundpartner netzwerk n e.V., die HNEE und die Universität Vechta sowie Vertreter*innen des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. teil. Im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz standen die gemeinsamen Lernprozesse der vergangenen Projektlaufzeit sowie der Austausch zu Erfahrungen und Perspektiven auf dem Weg zu klimafreundlichen Hochschulen. In verschiedenen Formaten wurden Praxisbeispiele vorgestellt und zentrale Themen vertieft, darunter Bildung für nachhaltige Entwicklung, Studierendenempowerment, Treibhausgasbilanzierung und Nachhaltigkeitskommunikation. Ergänzt wurde das Programm durch eine Führung über den Waldcampus der HNEE. Mit der Übergabe des Zertifikats fand die Konferenz ihren feierlichen Abschluss.

Die Universität zu Lübeck beteiligt sich seit Anfang 2024 am Projekt „Zukunftsforum Klimafreundliche Hochschulen“. Langfristiges Ziel des durch das BMUKN geförderten Verbundprojekts ist es, Hochschulen dabei zu unterstützen, ihre Treibhausgasemissionen um mindestens zehn Prozent zu reduzieren sowie ein eigenes Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts erhalten die teilnehmenden Hochschulen über einen Zeitraum von drei Jahren Unterstützung durch Schulungen, Beratungsangebote und den Austausch im Netzwerk.

Durchgeführte Maßnahmen an der Universität zu Lübeck

Im Projektverlauf hat die Universität zu Lübeck verschiedene Schritte umgesetzt, um den Klimaschutz strukturiert voranzubringen. Dazu zählen unter anderem eine Kick-off-Veranstaltung zur Entwicklung gemeinsamer Zielvorstellungen sowie die Erstellung eines Status quo-Selbstberichts.

Ein besonderer Fokus lag auf der Beteiligung verschiedener Statusgruppen: In Workshops und Diskussionsformaten brachten Studierende, Wissenschaft, Verwaltung und Präsidium ihre Perspektiven ein. So wurden im Rahmen einer offenen Fishbowl-Diskussion Fragen zum Selbstverständnis von Nachhaltigkeit an der Universität behandelt. In einem weiteren Beteiligungsworkshop diskutierten Teilnehmende Maßnahmen, um Forschung und Lehre an der Universität zu Lübeck nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.

Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts

Die im Projekt entwickelten Ansätze fließen in die derzeit laufende Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Universität zu Lübeck ein. Dieses wird im Rahmen des Projekts „KSI: Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzepts“ durch das BMUKN gefördert. Im Fokus stehen dabei elf zentrale Handlungsfelder, in welchen die Universität aktiv ihren Teil zum Klimaschutz beitragen möchte – darunter unter anderem Mobilität, Beschaffung, IT-Infrastruktur und erneuerbare Energien. Das Klimaschutzkonzept wird inkl. zentraler Maßnahmen und Ansatzpunkte in der zweiten Jahreshälfte 2026 veröffentlicht.

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