Für eine zielgerichtete und individuelle Therapie ist es unerlässlich, dass die behandelnden Ärztinnen oder Ärzte ein fundiertes Wissen über den Tagesablauf ihrer Patientinnen und Patienten haben. "Beispielsweise ist es wichtig zu wissen, wann es dem Menschen im Tagesverlauf besser oder schlechter geht. Und ob man diese Veränderungen mit externen Faktoren in Verbindung bringen kann", erläutert Florian Schrinner. Er koordiniert das Projekt "Entwicklung einer mobilen Anwendung für die sichere Speicherung von Patientendaten", welches vom Exzellenzcluster "Entzündungsforschung" gefördert wird. Versuche, solche Daten mit Hilfe von schriftlichen Tagebüchern festzuhalten, waren meistens nicht erfolgreich. Durch die starke Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablets erhoffen sich Schrinner und sein Team eine leichter zugänglichere Form der Datenerhebung für Patientinnen und Patienten. Von den Ergebnissen aus den studentischen Projekten ist der Informatiker Schrinner begeistert: "Jede einzelne Gruppe konnte mit einem individuellen, besonderen Feature überzeugen. Und jede Gruppe hat in bestimmten Bereichen Einfallsreichtum und Kreativität bewiesen und neue Ideen zu Tage gefördert, die mit Sicherheit in die weitere Entwicklung einfließen werden."
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die so genannte individualisierte Medizin, die mit maßgeschneiderten Therapiekonzepten chronische Entzündungen zukünftig möglichst präzise behandeln will. "Für diesen Behandlungsansatz brauchen behandelnde Ärztinnen und Ärzte ein sehr umfangreiches Datenregister ihrer Patientinnen und Patienten", beschreibt Professor Andre Franke vom Exzellenzcluster "Entzündungsforschung" den wissenschaftlichen Ansatz des Projektes. "Heutzutage nutzen bereits viele Menschen Smartphones und damit verbunden auch zahlreiche Apps. Mit unserem Projekt wollen wir diese guten Voraussetzungen nutzen, um auch medizinische Forschungsdaten zu erheben. Das ist für Betroffene eine extrem komfortable Art der Datenübermittlung." Professor Wilhelm Hasselbring und Christian Zirkelbach, die die Lehrveranstaltung mit dem Titel "Softwareprojekt" koordinieren, betonen, dass es in dieser Lehrveranstaltung primär um eine experimentelle und explorative Ermittlung der Anforderungen an derartige mobile Anwendungen durch die Implementierung von Prototypen geht. "Für einen realen Einsatz müssen Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes noch weitergehender behandelt werden, als dies im Rahmen der Lehrveranstaltung möglich war. Eine zentrale Anforderung an die Studierenden war jedoch bereits die verschlüsselte Speicherung und Übertragung der erhobenen Daten."
Kontakt:
Florian Schrinner
Institut für Klinische Molekularbiologie
Tel.: 0431/597-2221
E-Mail: f.schrinner@ikmb.uni-kiel.de Pressekontakt:
Dr. Tebke Böschen
Telefon: (0431) 880-4682
E-Mail: tboeschen@uv.uni-kiel.de
Internet: www.inflammation-at-interfaces.de
Florian Schrinner
Institut für Klinische Molekularbiologie
Tel.: 0431/597-2221
E-Mail: f.schrinner@ikmb.uni-kiel.de Pressekontakt:
Dr. Tebke Böschen
Telefon: (0431) 880-4682
E-Mail: tboeschen@uv.uni-kiel.de
Internet: www.inflammation-at-interfaces.de
Weitere News
BNITM: Auszeichnung für die Erforschung schwerer Infektionskrankheiten
Prof. Dr. Jürgen May vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) erhält heute den „Memento Preis für vernachlässigte Krankheiten“. Die Jury würdigt durch den mit ...
Weiterlesen …
Meilenstein für supraleitenden EuXFEL-Undulator
Ein Team des European XFEL hat am Karlsruher Institut für Technologie ein supraleitendes Undulator-Vorserienmodul (S-PRESSO) getestet, das für eine Ausbaustufe des European XFEL gedacht ist ...
Weiterlesen …
Hamburg: Zwei neue Förderprogramme für Startups und KMU
Mit den zwei neuen Förderprogrammen InnoVentureFonds und HamburgInnoGrowth sollen innovative Start-ups und Unternehmen aus Hamburg gestärkt werden. Insgesamt stehen dafür nun 69 Millionen Euro an ...
Weiterlesen …