Innovationspark Altona: Wo aus Wissenschaft Innovation wird

Innovationspark Altona: Wo aus Wissenschaft Innovation wird

Hamburg zählt laut Regional Innovation Scoreboard zu den führenden Innovationsregionen Europas. Keine andere deutsche Region hat sich seit 2017 so dynamisch entwickelt. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer klaren Strategie, die angewandte Forschung und Wirtschaft in einem Innovationsökosystem vereinen soll – um Räume zu schaffen, in denen aus Wissen Innovation wird. Wie gut diese Strategie aufgeht, zeigt der Innovationspark Altona.

Zu diesem Zweck wurde Hamburg Invest mit der Umsetzung von mehreren Innovationsparks und -quartieren in der Hansestadt betraut. Die Parks und Quartiere entstehen im Umfeld führender Forschungseinrichtungen und innovativer Unternehmen – also gezielt dort, wo aus wissenschaftlicher Exzellenz wirtschaftliche Anwendung entstehen kann. Während der Innovationspark Finkenwerder bereits seit 2024 voll entwickelt ist, folgt dies für die drei weiteren Standorte in Altona, Bergedorf und Harburg in den kommenden Jahren. Das fortgeschrittenste dieser Projekte ist der Innovationspark Altona, der als Vorreiterprojekt der Science City Hamburg-Bahrenfeld auf die Schlüsselbereiche Life Sciences, Nanotechnologien, Quantentechnologien und Materialwissenschaften ausgerichtet ist. Auf einer Fläche von rund 5,3 Hektar sollen auf dem insgesamt 8,4 Hektar großen Areal bis zu 128.000 m² Bruttogrundfläche entstehen.

Von der Forschungsinfrastruktur profitieren

Im Westen der Hansestadt entsteht mit dem Innovationspark Altona ein zentraler Baustein der Hamburger Innovationsstrategie. Ziel ist es, zukunftsweisenden Unternehmen Raum zu geben, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und das exzellente Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu stärken. Schon heute stehen im Innovationspark attraktive Flächen für die Ansiedlung innovativer Unternehmen und Start-ups bereit – flankiert von einer renommierten Forschungslandschaft mit Institutionen wie dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY), European XFEL, der Universität Hamburg und dem Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP).

Im April 2025 wurde der Funktionsplan für den Innovationspark Altona öffentlich vorgestellt.
Quelle: Hamburg Invest

„Der Innovationspark Altona richtet sich vor allem an Unternehmen, die die einzigartige Forschungsinfrastruktur des DESY nutzen und sich eng mit der Wissenschaft vernetzen möchten“, erklärt Nina Alswede, Key Account Managerin Forschung & Innovation der Hamburg Invest. Der Technologietransfer am Standort habe in den letzten Jahren stark an Relevanz gewonnen. Unternehmen profitieren nicht nur von modernster Forschungsinfrastruktur, sondern auch von der gebündelten Expertise auf dem Campus.

Neben bezugsfertigen Laborflächen stehen im Innovationspark auch Bauflächen für Unternehmen zur Verfügung, die spezifische Anforderungen an ihre Räumlichkeiten stellen. „Unternehmen, die selbst bauen, können ihre eigenen Wünsche maßgeschneidert erfüllen“, so Alswede. Damit entsteht ein passgenaues Angebot für alle Entwicklungsphasen – von der Idee bis zum marktfähigen Produkt –, das naturwissenschaftlich orientierten Forschungsvorhaben ideale Bedingungen bietet.

Ein Innovationsökosystem schaffen

Der Park ist dabei Teil eines größeren Netzwerks: Gemeinsam mit dem Innovationspark in Bergedorf und Finkenwerder sowie dem Innovationsquartier Harburg bildet er ein stadtweites Geflecht aus technologischen Zukunftsorten. In eigens dafür konzipierten Gebäuden finden Unternehmen jeder Größe und Entwicklungsphase hochspezialisierte Labore, Werkstätten und Büroflächen. Grundlage für den Erfolg ist die enge Anbindung an Hamburgs exzellenter Forschungsinfrastruktur – darunter einzigartige Großforschungsgeräte wie die Teilchenbeschleuniger PETRA, FLASH und der European XFEL.

Dieses Innovationsökosystem schafft gezielt Verbindungen zwischen universitärer Forschung, privatwirtschaftlicher Investition und erfolgreicher Unternehmensgründung. So entsteht ein dynamisches Umfeld, das Hamburg international als Deep-Tech-Standort positioniert – und den Innovationspark Altona zu einem Schlüsselort für technologischen Fortschritt macht.

Junge Unternehmen gezielt fördern

Das erste eigene Gebäude des Innovationsparks Altona, der tecHHub Hamburg, wurde im Sommer 2024 von Hamburg Invest fertiggestellt – ein Investitionsprojekt der Stadt Hamburg mit Gesamtkosten von 35 Millionen Euro. 60 % der Nutzflächen des tecHHub Hamburg umfassen Laborflächen für mikrobiologische und chemische Arbeiten sowie Büros und Konferenzräume und richtet sich primär an Scale-ups.

Der tecHHub Hamburg, der im Sommer 2024 eröffnet wurde.
Quelle: Hamburg Invest

Doch es geht nicht nur um Infrastruktur – der tecHHub Hamburg soll gezielt Vernetzung und Austausch fördern. Besonders junge Unternehmen mit wenig Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Labor- und Büroflächen finden hier in allen Herausforderungen Unterstützung – mit Erfolg: Die ersten Mieter wurden im September 2024 begrüßt. Dazu zählen beispielsweise Provirex Genome Editing Therapies, CrystalsFirst und SURFACtoBioTech – Scale-ups, die mit fortschrittlichen Methoden neuartige Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen im Life-Sciences-Umfeld entwickeln.

Das Konzept ist so angelegt, dass man nicht nur zufällig im selben Gebäude sitzt, sondern dass aktiver Austausch und echte Zusammenarbeit gefördert werden.

Nina Alswede

Der nächste Schritt im Ausbau des Innovationsparks ist bereits im Gange: Im März 2025 erfolgte die Grundsteinlegung für die DESY Innovation Factory. Sie wird ab 2027 rund 3.000 m² Nutzfläche für Hightech-Unternehmen bieten – ausgestattet mit physikalischen Laboren, Büroflächen und Werkstätten. Sie soll den Brückenschlag zwischen Forschung und Industrie ermöglichen und Start-ups, Scale-ups sowie technologieorientierten Unternehmen aus den Bereichen Photonik, Sensorik und Quantentechnologien eine optimale Arbeitsumgebung bieten, um von der unmittelbaren Nähe zum DESY zu profitieren.

Zukunft aus Forschung

DESY als Keimzelle der Science City Bahrenfeld 

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Ein Quartier mit Zukunft

Der Innovationspark Altona ist Bestandteil des Gesamtkonzeptes der Science City Hamburg-Bahrenfeld, die Spitzenforschung, Lehre und Entwicklung mit dem Leben in nachhaltigen grünen Quartieren verbindet. Die Science City soll Hamburg als Wissenschafts- und Innovationsstandort stärken und ein Ökosystem schaffen, in dem international führende Institutionen in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Pharmakologie gemeinsam mit Unternehmen und Start-ups nach neuen Wegen zur Anwendung ihrer Forschungserkenntnisse suchen. Als das nördliche Auftaktprojekt der Science City schafft der Innovationspark Altona dafür die Basis – etwa für Fragen der Gesundheit, Digitalisierung, KI oder für die Entwicklung nachhaltiger Materialien. Mit einer neuen Generation von Gebäuden und Forschungsanlagen entsteht so ein einmaliges Umfeld für innovative forschungsbasierte Unternehmen.

Zu diesem Konzept gehört auch die Ansiedlung wissenschaftlicher Einrichtungen und privatwirtschaftlicher Konzerne in den jeweiligen Branchen an zentralen Standorten, an denen eine verknüpfte Stadtentwicklung stattfinden soll. Die Clusterbildung und effiziente Planung von Synergieeffekten sind dabei von zentraler Bedeutung für die Stadt Hamburg. Zusätzlich dazu sollen in der Science City weitere hochmoderne Forschungseinrichtungen, ein Universitätscampus, ein Kongresszentrum sowie 3.800 Wohneinheiten entstehen. Daneben soll eine lebendige Nachbarschaft mit hochattraktiven Wohnlagen, grünen Freiräumen und einem nachhaltigen Mobilitätskonzept wachsen.

Der Innovationspark wächst Schritt für Schritt – im Takt mit den Entwicklungsplänen interessierter Unternehmen. Nach der jüngst abgeschlossenen Funktionsplanung startet noch in diesem Jahr der freiraumplanerische Wettbewerb sowie die weitere Grundstücks- und Hochbauentwicklung. Voraussichtlich ab 2027 können Interessierte Unternehmen mit der Realisierung erster Neuansiedlungen beginnen.

Text und Beitragsbild: Hamburg Invest

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