Digital Health: Norddeutschland macht Tempo

Digital Health: Norddeutschland macht Tempo

Ob smarte Diagnostik, digitale Therapien oder vernetzte Versorgung: Digital Health ist gerade dabei, das Gesundheitswesen grundlegend zu verändern. Diese Entwicklung gewinnt auch in Norddeutschland zunehmend an Bedeutung – die Metropolregion Hamburg gilt als wichtiger Standort für digitale Gesundheitsanwendungen. Seit Januar 2025 ist Digital Health offiziell als vierte strategische Säule im Life Science Nord Cluster verankert und ergänzt die etablierten Bereiche Medtech, Biotech und Pharma.

Was ist Digital Health?

Digital Health bezeichnet die Anwendung digitaler Technologien im Gesundheitswesen zur Verbesserung von Diagnose, Behandlung und Prävention. Der Bereich umfasst innovative Lösungen wie Telemedizin, Gesundheits-Apps, Künstliche Intelligenz in der Medizin sowie datengestützte Ansätze zur Patientenversorgung. Diese Technologien ermöglichen es, die Gesundheitsversorgung effizienter, zugänglicher und personalisierter zu gestalten.

Während digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) konkret als Medizinprodukte zugelassene und ärztlich verordnungsfähige Apps sind, umfasst Health Tech den gesamten Technologiebereich im Gesundheitswesen inklusive Hardware, Software und medizinischer Geräte.

Warum Digital Health als vierte Säule?

Life Science Nord hat Digital Health als vierten strategischen Eckpfeiler aufgebaut, um die starke IT- und Gesundheitswirtschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein gezielt zu vernetzen. Das Cluster möchte Tech-Startups, Softwareentwickler und KI-Unternehmen erreichen, die zuvor nicht im Fokus standen. Wie Projektmanager Fabio Balz berichtet, lag die größte Herausforderung in der Komplexität des Bereichs, weshalb das Feld schließlich in sechs zentrale Bereiche geclustert wurde (mehr dazu hier). „Die Entwicklung von KI ist aktuell so rasant, dass es sehr herausfordernd war, echte Innovation von Buzzword-Bingo zu unterscheiden.“ Die ersten Rückmeldungen fallen laut Balz durchweg positiv aus, auch wenn die Vielfalt der Akteure – von Tech-Startups bis hin zu Kliniken – verschiedene Erwartungshaltungen mit sich bringt. Dass die gezielte Vernetzung beider Branchen (IT- und Gesundheitswirtschaft) über das Cluster die Zusammenarbeit fördert und Innovationen vorantreibt, zeige sich schon jetzt: „Die Metropolregion Hamburg ist heute der DiGA-Hotspot Deutschlands – ein Großteil der zugelassenen Digitalen Gesundheitsanwendungen stammt von Anbietern mit Sitz in Hamburg.“

Es herrscht generell eine gute Stimmung im Digital-Health-Umfeld. Auch wenn es noch viel Verbesserungspotenzial gibt, ist die Aufbruchsstimmung deutlich spürbar.

Fabio Balz, Projektmanager Life Science Nord

Wie ist das Digital Health Ökosystem aufgebaut?

Das LSN-Cluster treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen in Norddeutschland aktiv voran und schafft ein zukunftsfähiges Ökosystem, das Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Leistungserbringer miteinander vernetzt und unterstützt – nach dem Motto „regional verankert, global wirksam“. Durch regionale Stärken, internationales Know-how und die gezielte Bündelung von Kompetenzen in Innovationsfeldern möchte Life Science Nord gemeinsam mit seinen Partnern die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland mitgestalten. Denn die befindet sich gerade erst im Aufbau: Die Statista Market Insights prognostizieren, dass der Umsatz im deutschen Digital‑Health‑Markt im Jahr 2025 etwa 5,04 Mrd. Euro betragen soll – und 2029 sogar 6,53 Mrd. Euro. Zum Vergleich lag das Marktvolumen 2023 noch bei rund 125 Mio. Euro.

Die Region Hamburg und Schleswig-Holstein bietet laut LSN-Mitglied Bornholdt Lee beste Voraussetzungen für den Aufbau eines Digital-Health-Ökosystems: Sie verbindet medizinische Exzellenz mit technologischer Innovationskraft und fördert die Digitalisierung des Gesundheitswesens gezielt, etwa durch die Unterstützung von DiGA-Projekten und Smart-Hospital-Initiativen. Kliniken wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fördern innovative Studien, während Hochschulen mit Schwerpunkten in Medizin, Informatik und Design Zugang zu hochqualifizierten Talenten bieten.

Das Ökosystem wächst bereits kontinuierlich und umfasst Akteure wie die GAIA AG als etablierten Anbieter im DiGA-Bereich. Auch Unternehmen wie Pohl-Boskamp, traditionell im Pharmabereich aktiv, haben inzwischen drei eigene DiGA realisiert. Ergänzt wird das Netzwerk durch Start-ups und international agierende Anbieter wie Sidekick Health, TCC und Tiplu.

Weitere Unternehmen und ihre Entwicklungen im Bereich DiGA und Health Tech werden im Folgenden näher beleuchtet.

Digitale Gesundheitsanwendungen

Eine DiGA ist ein anerkanntes Medizinprodukt, dessen medizinischer Zweck wesentlich durch eine digitale Hauptfunktion erfüllt wird und das zur Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder Behinderungen vom Patienten – allein oder gemeinsam mit Leistungserbringern – angewendet wird.

Bornholdt Lee: Am Puls der Entwicklungen

Bornholdt Lee begleitet Kunden und Start-ups bei der Entwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen. So hat das Unternehmen einen Einblick, in welchen Bereichen sie sich aktuell besonders schnell entwickeln. Zu ADHS haben beispielsweise erstmals sowohl ein mittelständisches Pharmaunternehmen (Medice) als auch ein globaler Konzern (Takeda) eigene DiGAs auf den Markt gebracht. Für Kinder gibt es Apps, die zur Behandlung von Bauch- oder Knieschmerzen dienen und erst kürzlich ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen wurden. „Weitere Bereiche, die in unseren Augen an Bedeutung gewinnen, sind onkologische Support-Tools und Women’s-Health-Anwendungen“, erzählt Geschäftsführer Hosun Lee. Gleichzeitig stehen neue Konzepte für Endometriose oder zyklusassoziierte Beschwerden in den Startlöchern. „Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen und die Versorgung im ambulanten und stationären Bereich langfristig zu verbessern.“

Bornholdt Lee Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an neuen Digital Health Lösungen.
Quelle: Xenia Bluhm

Besonders dynamisch entwickeln sich außerdem digitale Hilfsmittel für Menschen mit Diabetes oder Übergewicht. Diese Apps begleiten Patienten, die Abnehm-Spritzen bekommen, durch Medikationstracking, Nebenwirkungsmanagement und Verhaltenscoaching. Das bringt laut Lee echten Mehrwert: „So lässt sich die hohe Wirksamkeit der Wirkstoffe mit nachhaltigen Verhaltensveränderungen verbinden.“ Ein weiterer wichtiger Treiber ist die Fernüberwachung von Patienten mit mehreren Krankheiten gleichzeitig – etwa Herz- und Diabetes-Probleme. Seit einer Gesetzesänderung können auch komplexere digitale Hilfsmittel durch den Fast-Track-Antrag schneller zugelassen werden. Diese neuen Systeme funktionieren so: Patienten tragen Messgeräte (wie Smartwatches), die ständig Werte wie Herzschlag oder Blutzucker messen. Die Daten werden automatisch an den Arzt gesendet. Dadurch können Probleme früher erkannt werden, ohne dass der Patient ständig in die Praxis muss.

Zudem wird die Markteinführung von ersten digitalen Pflegeanwendungen (DiPA) für 2025/26 erwartet. Diese Apps sollen den steigenden Pflegebedarf unterstützen, indem sie den Pflegealltag durch Medikamentenerinnerungen und digitale Dokumentationshilfen erleichtern und damit eine wichtige Versorgungslücke im häuslichen Bereich schließen.

Itchy Monsters: Neurodermitis spielerisch behandeln

Dass digitale Gesundheitsanwendungen in Deutschland an Relevanz gewinnen – gerade bei chronischen Erkrankungen – sagt auch MonsterShack. Doch viele Apps scheitern daran, in den Familienalltag integriert zu werden und die verlässliche Einhaltung und Umsetzung der Therapie zu fördern. Ohne offizielle Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat MonsterShack eine digitale Gesundheits-App entwickelt. Diese unterstützt Kinder mit Neurodermitis spielerisch dabei, ihre Hautpflege regelmäßig durchzuführen – inklusive Tagebuch, KI-Auswertung und AR‑Gamification.

Damit das Abenteuer weitergeht und das Monsterteam wachsen kann, cremen Kinder sich selbst und ihre Monster in der App ein und stärken so nachhaltig ihre Selbstwirksamkeit.
Quelle: MonsterShack UG

Die Idee dazu entstand direkt aus dem Praxisalltag: „Immer wieder wurde deutlich, wie herausfordernd es für Kinder ist, die tägliche Hautpflege durchzuhalten und wie sehr das Thema die ganze Familie belastet“, erinnert sich Geschäftsführer Daniel Voigt. „Wir wollten die tägliche Hautpflege nicht länger als lästige Pflicht, sondern als spannendes Abenteuer konzipieren.“ Die Itchy Monster App erwuchs aus echten Alltagsproblemen und dem Wunsch, Kinder und Familien zu entlasten. „Wir setzen deshalb auf einen anderen Zugang: niedrigschwellig, emotional, motivierend – aber zugleich medizinisch fundiert. Denn wenn gesunde Gewohnheiten richtig Spaß machen, lassen sie sich auch nachhaltig integrieren.“

Eine Zulassung als DiGa durch das BfArM ist perspektivisch laut Voigt eine Möglichkeit. „Momentan liegt unser Fokus jedoch auf einem breiteren Zugang über Kooperationen mit Krankenkassen, Apotheken und dermatologischen Kosmetikpartnern, um möglichst viele Familien frühzeitig und ohne Rezept zu erreichen.“

Health Tech

Health Tech bezeichnet technologische Lösungen und digitale Innovationen, die zur Verbesserung von Gesundheit, medizinischer Versorgung und Prävention eingesetzt werden – etwa durch Apps, Telemedizin, KI oder vernetzte Medizingeräte.

slashwhy: Kundenzentrierte Lösungen

slashwhy entwickelt individuelle Softwareanwendungen, die sich an den Anforderungen der Kunden orientieren – anstelle vorgefertigter Produkte. „Wir entwickeln keine Software von der Stange, sondern Lösungen, die sich in bestehende Systeme integrieren lassen“, erklärt Konrad Fenderich, Business Manager HealthTech.

Im deutschen Gesundheitswesen zeigen sich besonders drei Herausforderungen, an denen slashwhy ansetzt: isolierte IT-Systeme mit mangelndem Datenaustausch, hohe administrative Belastung durch Bürokratie sowie digitale Anwendungen mit schlechter Benutzerfreundlichkeit. Diese Faktoren erschweren den Versorgungsalltag und behindern effiziente Abläufe. Deshalb möchte das Unternehmen die bestehenden Systeme vernetzen, Prozesse vereinfachen und die Nutzerperspektive stärker einbeziehen. „Unser Ziel ist es nicht, Digitalisierung um ihrer selbst willen zu betreiben, sondern konkrete Entlastung im Alltag von Gesundheitseinrichtungen zu schaffen“, erklärt Fenderich. Beispielsweise hat das Unternehmen gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin ein neues Portal zur Anerkennung ärztlicher Fortbildungsveranstaltungen entwickelt und veröffentlicht. Dabei lag der Fokus auf Nutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit sowie einer stabilen, wartbaren und skalierbaren technischen Umsetzung.

Trotz schleppender Digitalisierung im Gesundheitswesen ist der Business Manager sicher, dass sich in den nächsten Jahren Fortschritte abzeichnen werden – etwa bei Telemedizin, KI-Anwendungen und datengestützter Versorgung. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen sowie die Bedeutung vernetzter Plattformlösungen. Fenderich betont: „Wir wollen digitale Entwicklungen nicht nur technisch begleiten, sondern praxisnah und wirkungsorientiert mitgestalten.“ Deshalb erfolgt die technologische Umsetzung bei slashwhy immer in interdisziplinären Teams mit Fokus auf Nutzerfreundlichkeit, Stabilität und Anpassungsfähigkeit.

Bei der Entwicklung maßgeschneiderter Software-Lösungen setzt slashwhy auf eine konsequent nutzerzentrierte Entwicklung, flexible und skalierbare Software-Architekturen und eine hohe Interoperabilität.
Quelle: slashwhy

Mindpeak: KI, die Krebs erkennt

Ein weiterer Akteur im Bereich Health Tech ist Mindpeak. Das Unternehmen hat eine KI-Software entwickelt, die digitale Bilder von Gewebeschnitten analysiert und automatisch Tumorzellen erkennt. Diese ordnet die KI anschließend in diagnostisch relevante Kategorien ein. „So übernimmt die KI zeitaufwändige Routinetätigkeiten, die Pathologen bislang mühsam von Hand erledigen mussten“, erklärt Felix Faber, Founder and CEO. Außerdem verkürzt sich die Zeit bis zur Diagnose und die Befunde werden objektiver und verlässlicher – die Chance auf eine frühere gezieltere Behandlung. „Unser Ziel ist es, mit unserer KI immer tiefere Einblicke in die spezifischen Eigenschaften verschiedener Tumorarten zu gewinnen, um künftig noch individuellere Therapien zu ermöglichen. So schaffen wir die Grundlage dafür, Krebs immer gezielter zu therapieren und Patient:innen maßgeschneiderte Behandlungen anzubieten.“

Die KI-Software von Mindpeak analysiert digitale Bilder von Gewebeschnitten und erkennt automatisch Tumorzellen, zählt sie und ordnet sie je nach Morphologie, Gewebekontext und spezifischen Biomarkern in diagnostisch relevante Kategorien ein.
Quelle: Mindpeak

Es stellt sich also die Frage, wie KI und Ärzte zukünftig zusammenarbeiten werden. „KI wird Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen, sondern ihre Expertise erweitern. Während die KI Millionen von Fällen „gesehen“ hat und so auch seltenste Muster erkennt, bleibt es Aufgabe des medizinischen Teams, diese Befunde im Gesamtkontext des Patienten einzuordnen und die beste Therapieentscheidung zu treffen“, denkt Faber. Er geht davon aus, dass die Zusammenarbeit in wenigen Jahren Standard sein wird: KI liefert datengestützte Präzision, Ärzte steuern Knowhow, Erfahrung und den Blick aufs große Ganze bei. „Gemeinsam können sie Krebs nicht nur schneller und sicherer diagnostizieren, sondern auch besser verstehen – und so personalisierte Behandlungen immer weiter vorantreiben.“

TIMO Telematik-Infrastruktur: Erprobung vor Rollouts

Seit zwei Jahren erprobt TIMO TI-Modellregion unter der Federführung des ÄrzteNetzes Hamburg e.V. in der Modellregion Hamburg und Umland im Auftrag der gematik, der Nationalen Agentur für Digitale Medizin, Anwendungen und Dienste der Telematik-Infrastruktur, bevor diese in den bundesweiten Rollout gehen. Zweck ist es, die praktische Anwendbarkeit und Integration neuer digitaler Gesundheitslösungen in den medizinischen Versorgungsalltag zu testen: „So können Anwendungen vor der Bereitstellung für eine bundesweite Nutzung angepasst und optimiert werden“, erklärt Projektleiter Markus Habetha. Die Modellregionen vernetzen die beteiligten Akteure, bündeln und kanalisieren über die gematik die gewonnenen Erkenntnisse. „Damit bilden die Modellregionen eine Plattform, auf der im Rahmen einer Pilotierung die beteiligten Projekt- und Industriepartner gemeinsam mit den Nutzenden in (Zahn-)Arztpraxen, Apotheken, Kliniken und weiteren Versorgungseinrichtungen Telematik-Anwendungen auf Herz und Nieren prüfen können.“
Die Modellregionen bieten einen geschützten Rahmen für den direkten Austausch zwischen allen Akteuren und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssteigerung von digitalen Anwendungen und Prozessen – etwa bei der Einführung des E-Rezepts. Auch beim KIM-Kommunikationsdienst und der ePa mit der elektronischen Medikationsliste zeigt sich, wie Digitalisierung im Gesundheitswesen wirkungsvoll umgesetzt werden kann.
Trotz der Fortschritte sind dennoch Hürden zu überwinden, wie Habetha erläutert: „Herausforderungen bestehen immer dann, wenn digitale Lösungen entwickelt oder umgesetzt werden, ohne die Nutzungsbedürfnisse ausreichend zu berücksichtigen.” Denn entscheidend ist, dass digitale Lösungen im Versorgungsalltag einen echten Mehrwert bieten und die Abläufe für die Nutzerinnen und Nutzer spürbar verbessern.

Was der Norden noch zu bieten hat

Seit Mai hat Life Science Nord eine neue Strategie für das Jahr 2030 veröffentlicht, die unter dem Leitmotiv „Vernetzen – Informieren – Positionieren“ steht und die Entwicklung der industriellen Gesundheitswirtschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein vorantreiben soll. Die Strategie wurde über sechs Monate in einem partizipativen Prozess mit rund 300 Mitgliedsorganisationen entwickelt und fokussiert sich auf die Bereiche Biotechnologie, Medizintechnik, Pharma und Digital Health.
Forschende der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein arbeiten gemeinsam mit der expandAI GmbH an einer KI-gestützten Technologie zur nicht-invasiven Blutzuckerbestimmung über handelsübliche Smartwatches. Das dreijährige Forschungsprojekt „CGF-visual” wird vom Bundesministerium für Forschung, Raumfahrt und Technologie mit rund 763.000 Euro gefördert und soll bis Anfang 2028 eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Blutzuckersensoren schaffen, die personalisierte Gesundheitsstrategien für eine breite Nutzergruppe zugänglich macht.

Das LNS-Mitglied Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) wurde zum fünften Mal in Folge als „Digital Champion” in der Kategorie „Öffentliche Krankenhäuser” ausgezeichnet und erhielt dabei erneut die Höchstpunktzahl in der Studie „Digital Champions 2025″. Die Auszeichnung würdigt die konsequente Digitalisierungsstrategie des UKSH, die sich in innovativen Projekten wie KI-gestützter OP-Prozesssteuerung, digitalen Chatbots, Cloud-Lösungen und automatisierten Systemen in der Patientenversorgung zeigt.

Text: Lea Holzamer

Beitragsbild: Yuliia – stock.adobe.com

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